Das richtige Gewicht

 

Mehr als 80 Prozent aller Typ 2-Diabetiker sind, wenn der Arzt die Erkrankung feststellt, übergewichtig und sollten abnehmen. Übergewicht gilt als „Wegbereiter“ für Diabetes Typ 2.  

Die meisten Diabetiker Typ 2 sind übergewichtig Besonders gefährlich wird es, wenn sich die überschüssigen Pfunde im Bauchbereich ansammeln. Das so genannte viszerale Körperfett ist  sehr aktiv. Es schickt Substanzen in den Blutkreislauf, die nicht nur das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 erhöhen, sondern den Körper auch anfällig für andere Störungen im Stoffwechsel machen. Deshalb heißt die wichtigste  Empfehlung für alle übergewichtigen Diabetiker: Abnehmen - der Bauch muss weg!
Passend zur Ernährungspyramide haben wir für Sie einige Buchempfehlungen zum Kochen und Genießen zusammengestellt.

 

Gewicht reduzieren:

          • Senkt den Blutzucker
          • Senkt den Blutdruck
          • Verbessert die blutfettwerte (Triglyzeride, LDL-Cholesterin)
          • Verringert das Risiko für gefährliche Folgeerkrankungen von Diabetes mellitus
          • Erhöht den Spaß an Bewegung und Sport
          • Fördert das Wohlbefinden und das Selbstvertrauen
          • Macht gute Laune
          • Lindern Rücken- und Gelenkbeschwerden

 

Der Zehn-Prozent-Faktor

Bei Diabetes mellitus ist oft nicht nur der Zuckerstoffwechsel gestört, sondern auch viele andere Stoffwechselfunktionen laufen nicht mehr reibungslos. Schon mit kleinen Änderungen im Lebensstil und fünf bis zehn Prozent weniger Gewicht lässt sich der  Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht bringen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass eine Gewichtsabnahme  von 100 auf 90 Kilogramm deutlich wirksamer ist als die Behandlung mit Metformin.  Metformin ist ein Medikament, das von Ärzten sehr häufig zur Behandlung von Diabetes mellitus verordnet wird. Der Blutzuckerwert morgens nüchtern und auch der Blutzuckerlangzeitwert (HbA1C) entwickeln sich sehr viel besser.

Eine Gewichtsabnahme macht die Zellen insulinempfindlicher. Die Insulinresistenz geht zurück. Sie reagieren besser auf das Insulin der Bauchspeicheldrüse und können wieder mehr Zucker aufnehmen.  Der Blutzuckerspiegel sinkt und die Bauchspeicheldrüse wird geschont. Sie muss nicht so viel Insulin herstellen und in den Blutkreislauf bringen. Auch der Insulinspiegel im Blut geht zurück.
Hunger und Appetit melden sich weniger, das Abnehmen geht leichter.

Viele Diabetiker, die schlanker geworden sind, können die Dosis ihrer Medikamente verringern oder sogar ganz darauf verzichten.

Was macht uns dick?

In Deutschland sind mehr als 50 Prozent der Frauen und mehr als 60 Prozent der Männer übergewichtig. Die wichtigste Ursache für einen Anstieg des Gewichts ist eine unausgeglichene Kalorienbilanz. D.h. der Körper nimmt mehr Kalorien auf, als er braucht. Überschüssige Energie scheidet er nicht wieder aus, sondern lagert sie als Fettpolster an Bauch, Beinen, Po und auch in den Organen wie Leber oder Bauchspeicheldrüse ab. Aber:

es gibt noch andere „gewichtige“ Gründe für Übergewicht
          • Zu wenig Bewegung im Alltag
          • Zu wenig Sport
          • Zu viele sitzende Tätigkeiten (Fernsehen, Computer)
          • zu viele „schnelle Kohlenhydrate“
          • hohe Energiedichte (kcal/100 Gramm Lebensmittel)
          • Jo-Jo-Effekt
          • Zu viele industrielle verarbeitete Lebensmittel und Speisen
          • „Snacking“ oder zu viele kleine Mahlzeiten pro Tag
          • Zu große Portionen („XXL-Menü“)
          • Essen als Ersatz für emotionale und persönliche Zuwendung

 

Nur in seltenen Fällen sind es Krankheiten(z. B. Erkrankungen der Schilddrüse),   oder die Einnahme von Medikamenten, die das Gewicht ansteigen lassen. Die Gene spielen zwar eine Rolle bei der Gewichtsentwicklung, aber Wissenschaftler gehen davon aus, dass sie unser Gewicht nur zu 30 Prozent beeinflussen. 

Buchempfehlungen zum Thema finden Sie auch unter Ratgeber Ernährung