Auf die richtigen Kohlenhydrate kommt es an

 

Besonders für Diabetiker kommt es auf die richtigen Kohlenhydrate an. Es gibt bei den Kohlenhydraten erhebliche Qualitätsunterschiede. Die „schnellen" Einfach- und Zweifachzucker schießen ins Blut und verursachen einen rasanten Blutzuckeranstieg. Die Bauchspeicheldrüse muss hart arbeiten und viel Insulin ins Blut abgeben. Das verursacht weiteren Hunger und das Gewicht steigt. Die „langsamen“ Mehrfachzucker müssen erst aufgespalten werden, bevor sie ins Blut gelangen. Sie tröpfeln langsam aus dem Darm ins Blut, der Blutzuckerspiegel steigt langsam und nicht so hoch an.

Das ist für die Bauchspeicheldrüse wesentlich schonender, sie machen satt und das Gewicht bleibt konstant. Bevorzugt werden sollten daher Nahrungsmittel mit langsamen Kohlenhydraten, wie z.B. Vollkornbrot, Naturreis oder Vollkornnudeln.

BE UND KE – NUR FÜR INSULINPFLICHTIGE DIABETIKER

Für insulinpflichtige Diabetiker ist es besonders wichtig, den Kohlenhydratgehalt einer Mahlzeit abschätzen zu können. Denn die Kohlenhydratmenge einer Mahlzeit und die zu spritzende Insulinmenge müssen aufeinander abgestimmt werden. Um das Abschätzen zu erleichtern, werden die so genannten Broteinheiten (BE) und neuerdings öfter die Kohlenhydrateinheiten (KE) benutzt. Dabei entspricht 1 BE 12 Gramm, 1 KE 10 Gramm Kohlenhydrate. In Kohlenhydrat-Austauschtabellen lässt sich ablesen, welche Menge eines bestimmten Lebensmittels einer BE entspricht. Diabetiker lernen in speziellen Schulungen den Umgang mit solchen Austauschtabellen.
Insulinpflichtige Diabetiker müssen den vom Arzt festgelegten Mahlzeitenplan mit der dazu passenden Insulindosis genau einhalten. Nur so kann erreicht werden, dass der Blutzucker in einem guten Bereich liegt.

Zucker – so wenig wie möglich

Zucker ist nicht absolut tabu für Diabetiker, 30 - 50 Gramm am Tag, verpackt in Lebensmitteln, sind durchaus erlaubt. Je weniger - desto besser. Zucker lässt den Blutzuckerspiegel schnell und hoch ansteigen. Süßstoff - eine Alternative zum Zucker