Alkohol und Diabetes

Trotz Abnehmen und Bewegung - HbA1c zu hoch

Keine Birnen für Diabetiker?

Welches Obst ist für Diabetiker geeignet?

Auswirkung von Süßstoff in Getränken auf die Produktion von Insulin

Rote-Bete-Saft für Diabetiker

Hilfreiche Tipps für eine möglichst normale Ernährung bei Diabetes

Cola light & Co. und Insulin

Zimt zur Blutzuckersenkung?

Mit richtiger Ernährung den Blutzucker auch ohne Medikamente im Griff behalten

Nahrungsergänzungsmittel für Diabetiker?

Kohlenhydratarme Ernährung für Diabetiker?

Ernährung bei Diabetes Typ 2, Hepatitis C und anderen Erkrankungen

LOGI-Ernährung für Diabetiker

Stevia: welche Streusüße für Diabetiker geeignet?

Zuckeraustauschstoff besser als Zucker?

 

 

 

 

Zurück zur Übersicht häufig gestellter Fragen

 

Alkohol und Diabetes

Frage:

Wenn man Alkohol getrunken hat, ist die Zuckerfreisetzung gestört; d.h. Zucker und Kohlehydrate bleiben im Nahrungsmittelbrei erhalten. Wird die Zuckerfreisetzung nach Abklingen der Alkoholwerte wieder aufgenommen oder wird der in der Nahrung enthaltene Zucker etc. im Stuhl oder Urin wieder ausgeschieden?

 

 Antwort:

Der Genuss von Alkohol ist für Diabetiker natürlich nicht verboten, aber nur in Maßen zu empfehlen. Das gilt besonders bei der Behandlung mit bestimmten Tabletten oder/und Insulin. Neben seiner Wirkung auf das zentrale Nervensystem und die Psyche kann Alkohol bei Diabetikern zu gefährlichen Unterzuckerungen führen. Alkohol wird in der Leber abgebaut. Je nachdem wie viel Alkohol getrunken wurde, kann der Abbauprozess viele Stunden dauern, manchmal bis zum nächsten Morgen. Während dieser Zeit hemmt der Alkohol die Leber, Glucose zu bilden und in die Blutbahn abzugeben. Die Folge: Der Blutzuckerspiegel sinkt ab. Wird viel Alkohol getrunken, überlagert die Alkoholwirkung die frühen Anzeichen einer beginnenden Unterzuckerung. Schwerste Unterzuckerungen, die auch noch Stunden später nachts oder am nächsten Morgen auftreten können, können die Folge sein. Deshalb gilt für Diabetiker, Alkohol immer nur zusammen mit kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln zu genießen. Diabetiker, die Insulin spritzen, sollten für alkoholische Getränke keine zusätzliche Dosis spritzen, sondern lieber einen etwas höheren Zuckerspiegel vor dem Schlafengehen in Kauf nehmen.

Um kein Risiko einzugehen, ist zu empfehlen, häufiger den Blutzuckerwert zu messen, wenn Sie Alkohol trinken.

 

Nicht zu vernachlässigen ist auch der Kaloriengehalt von Alkohol. Mit 7 kcal/100 ml hat er fast so viele Kalorien wie Nahrungsfette. Diabetiker, die aufgrund von Übergewicht das Kalorienkonto im Auge behalten müssen, sollten auch aus diesem Grund eher zurückhaltend bei Bier, Wein, Sekt & Co. sein.

 

Welche alkoholischen Getränke für Diabetiker geeignet sind, lesen Sie im Beitrag ALKOHOL - AUF DAS RICHTIGE MASS KOMMT ES AN“.

 

   

Trotz Abnehmen und Bewegung - HbA1c zu hoch

Frage:

Was für Gründe kann es haben wenn Gewicht reduziert wird und regelmäßig Bewegung auf dem Programm steht und der Hba1c bei einem Insulinpflichtigem Diabetiker nicht runter geht? 

Antwort:

Der HbA1c-Wert ist einer der wichtigsten Parameter in der Diabetestherapie. Mit dem HbA1c-Wert kann Ihr Arzt den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten 8 bis 10 Wochen ermitteln, unabhängig davon, ob die Werte in der Zwischenzeit stark angestiegen oder gesunken sind. Deswegen wird der HbA1c-Wert häufig auch als Blutzuckerlangzeitgedächtnis bezeichnet.

Der durchschnittliche Blutzucker (BZ) in dieser Zeitspanne lässt sich durch folgende Formel abschätzen: BZ = 36 x HbA1c -100.

Je besser der Blutzucker eingestellt ist, desto niedriger ist auch der HbA1c-Wert! Bei gesunden Menschen liegt der HbA1c-Wert zwischen 4,5 und 6,5 Prozent, bei Patienten mit gut eingestelltem Diabetes zwischen 6,5 und 7,0 Prozent und bei schlecht eingestellten Diabetikern über 7,5 Prozent. Je besser bei Diabetikern der HbA1C-Wert ist, desto geringer ist das Risiko für Spätfolgen des Diabetes wie Augen- oder Nierenerkrankungen.

Ein gesunder Lebensstil, also der richtige Speiseplan sowie regelmäßig Bewegung, und ein Körpergewicht im Bereich des Normalgewichts sind die wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Blutzuckereinstellung.

Informationen und praktische Tipps zu einer diabetesgerechten Ernährung finden Sie in den Menüs „Gut essen und trinken“ sowie „Das richtige Gewicht“.

Ich möchte Ihnen empfehlen, Ihren Speiseplan anhand dieser Informationen nochmals zu überprüfen. Dabei könnten Sie sich unterstützen lassen von einer erfahrenen Ernährungs-/Diabetesfachkraft. Entsprechende Adressen bekommen Sie bei Ihre Krankenkasse. Am besten führen Sie über einige Tage ein Ernährungsprotokoll, in dem Sie alles festhalten, was und wie viel Sie täglich essen und trinken. Wenn Sie dann Ihre Aufzeichnungen gemeinsam mit der Ernährungsfachkraft analysieren, könnte sich schnell herausstellen, ob und wo es in Ihrem Speiseplan noch etwas zu verbessern gibt. Möglicherweise wäre auch eine weitere Gewichtsabnahme förderlich. Zu Ihrer Insulinbehandlung können wir Sie auf diesem Wege nicht beraten. Bitte sprechen Sie dazu Ihren behandelnden Arzt an. Lassen Sie sich evtl. zu eine Facharzt, einem Diabetologen überweisen. Adressen von Diabetologen finden Sie u.a. hier: www.diabetesgate.de

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Keine Birnen für Diabetiker?

Frage:

von mehreren Seiten wurde mir jetzt schon empfohlen als Diabetiker auf Birnen zu verzichten. Was ist dran an dieser Behauptung- sind Birnen für Diabetiker ungeeignet?

Antwort:

Grundsätzlich können und sollen Diabetiker alles essen, was auch gesunden Menschen empfohlen wird. Verbote oder eine spezielle Diabetiker-Diät gibt es nicht.

Gemüse, Salate und Obst sind besonders empfehlenswerte Lebensmittelgruppen, da sie viel Wasser und somit wenig Kalorien, aber gleichzeitig reichlich gesunde Vitalstoffe liefern. Eine Ernährung mit viel Gemüse und Obst hilft besonders gut dabei, Übergewicht zu vermeiden und abzunehmen. Täglich werden, ob Diabetiker oder nicht, drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst empfohlen. Eine Portion entspricht etwa der Menge, die in eine Hand passt. Während Gemüse und Salate ohne Berechnung der Kohlenhydrate auf den Speiseplan gesetzt werden können, müssen insulinpflichtige Diabetiker bei Obst aufgrund des höheren Zuckergehalts die Kohlenhydratmenge berechnen und im Therapieplan berücksichtigen. Der Zuckergehalt ist zwar je nach Obstsorte recht unterschiedlich, aber ein Verbot einzelner Früchte gibt es nicht.

Wenn Sie als Diabetikerin gern Birnen essen, spricht also nichts dagegen. Eine kleine Birne (120 g) entspricht etwa 1 BE. Probieren Sie aus, wie Ihr Blutzucker auf Birnen reagiert, indem Sie ihn etwa eine Stunde nach dem Essen kontrollieren. Blutzuckerspitzen sind am ehesten zu erwarten, wenn die Portion zu groß war.

Weiter Informationen rund um einen gesunden Speiseplan für Diabetiker finden Sie in dem Menü „Gut essen und trinken“!

   

Welches Obst ist für Diabetiker geeignet?

Frage:

Ich bin Diabetiker Typ 2. Bitte können Sie mir schreiben, welches Obst (und wieviel) ich essen darf.

Antwort:

Grundsätzlich dürfen Diabetiker alles essen. Nichts ist verboten, alles ist in der richtigen Dosierung erlaubt. Eine spezielle Diabetes-Diät gibt es nicht mehr, stattdessen gelten für Diabetiker die gleichen Ernährungsempfehlungen wie für gesunde Menschen.

Für Gemüse und Obst heißt die Empfehlung: Fünf am Tag, drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst am Tag.

Gemüse und Obst machen satt, enthalten wenig Kalorien, aber reichlich gesunde Vitamine und Mineralstoffe, sind meistens kohlenhydratarm und verursachen keinen oder nur einen geringen Blutzuckeranstieg.

Während Sie die empfohlene Gemüseration gern überschreiten dürfen, sollte die Obstportion nicht unter-, aber auch nicht überschritten werden. Der Grund dafür liegt im höheren Fruchtzuckergehalt von Obst.

Wir empfehlen Ihnen, zuckerarmes Obst zu bevorzugen: z. B. Zitrusfrüchte, Äpfel, Birnen, Beerenobst, Melone, Papaya, Kiwi.

Jetzt ist das Angebot an frischen Früchten besonders groß und empfehlenswert. Aber aus gesundheitlichen Gründen spricht auch nichts gegen Tiefkühlware.

   

Auswirkung von Süßstoff in Getränken auf die Produktion von Insulin

Frage:

 Stimmt es, dass der Verzehr von Getränken die mit Süßstoffen gesüßt sind, die Bauchspeicheldrüse zu einer mehr Produktion von Insulin anregen und somit den Blutzuckergehalt steigern (z.B. Cola light)

Antwort:

Dass die Bauchspeicheldrüse nach dem Genuss von Süßstoff bzw. süßstoffhaltigen Speisen oder Getränken Insulin ausschüttet und als Folge Heißhungeranfälle auslöst, wurde diskutiert.

Allerdings beweisen inzwischen viele wissenschaftliche Studien das Gegenteil und zeigen, dass Süßstoffe keinerlei Einfluss auf die Insulinausschüttung haben und somit auch keinen Hunger oder Appetit auslösen können.

Zu einer direkten Blutzuckerhöhung führen Süßstoffe nicht.

 Indirekt können sie zu einem Anstieg der Blutzuckerwerte führen, wenn sie - was anscheinend bei einzelnen Personen vorkommen kann -  Heißhungeranfälle auslösen und infolgedessen kohlenhydrathaltige Lebensmittel aufgenommen werden.

Unsere Empfehlung: Beobachten Sie sich. Wenn Cola light Ihren Appetit wachsen lässt, wählen Sie besser einen anderen Durstlöscher, z. B. Wasser, Mineralwasser, ungesüßten Tee oder Kaffee. Dies gilt insbesondere für Diabetiker mit Gewichtsproblemen.

   

Rote-Bete-Saft für Diabetiker

Frage:

Darf ein Diabetiker, der an Blutarmut leidet,  Rote Beete Saft trinken (wegen Zuckergehalt)? 

Antwort:

Grundsätzlich spricht auch für Diabetiker nichts gegen den Genuss von Rote-Beete-Saft.

Wenn Sie mit Insulin oder die Insulinfreisetzung fördernden Tablette  behandelt werden, müssen Sie allerdings - wie bei allen anderen Lebensmitteln auch - die Menge der im Saft enthaltenen Kohlenhydrate berechnen und in Ihren Speiseplan integrieren bzw. an die Insulindosis anpassen.

Eine Portion Rote-Beete-Saft (0,3l) enthält 16 g Kohlenhydrate, also ca. 1,5 Broteinheiten.

   

Hilfreiche Tipps für eine möglichst normale Ernährung bei Diabetes

Frage:

Meine Frau (65) hat jetzt die Diagnose Altersdiabetes bekommen. Ich habe sie bisher immer essensmäßig verwöhnt (Kochen, Frühstück bereiten). Jetzt sehe ich meinen Wirkungskreis sehr eingeschränkt. --Bin deshalb dankbar, wenn Sie mich in Ihre Information über Essen und Trinken, Rezepte und sonstige hilfreiche Tipps für ein möglichst "\normales\" Leben einbeziehen.

Antwort:

Keine Sorge: Auch mit der Diagnose Diabetes mellitus Typ 2 oder „Altersdiabetes" können Sie Ihre Frau weiterhin essensmäßig verwöhnen. Eine spezielle Diabetiker-Diät gibt es heute nicht mehr, Diabetiker sollen sich abwechslungsreich und gesund ernähren, so wie es für Nicht-Diabetiker auch empfohlen wird. Sie müssen also für Ihre Frau nicht extra kochen oder sich Diät-Rezepte besorgen. Vielleicht müssen Sie sich jetzt lediglich etwas mit dem Thema gesunde Ernährung beschäftigen.

Mit dem richtigen Speiseplan und täglich Bewegung können Diabetiker viele Jahre ihren Blutzucker auch ohne Medikamente stabil halten. Und gesund, abwechslungsreich und bunt essen hält nicht nur gesund, aktiv und fit, sondern macht auch Spaß und schmeckt vorzüglich.

Ganz wichtig ist das richtige Gewicht, das sich unbedingt im Normalbereich bewegen sollte. Wenn bei Ihrer Frau Übergewicht vorliegt, hilft möglicherweise schon eine Gewichtsabnahme. Mit dem Gewicht sinken in der Regel automatisch die Blutzuckerwerte. Wie ein gesunder Speiseplan und das richtige Gewicht aussehen sollte, das zeigen Ihnen ausführlich unsere Informationen in den Menüpunkten:

„Gut essen und trinken"

„Das richtige Gewicht"

   

Cola light & Co. und Insulin

Frage:

Nach mehreren Jahren mit Diabetes Typ 2 hat mir mein Arzt jetzt auf einmal eröffnet, dass die von mir favorisierten Getränke (Coca-Cola Zero, Coca-Cola-light, Sprite Zero usw.) auch den Blutzuckerspiegel erhöhen würden. Schuld daran wären die verwendeten Zuckeraustauschstoffe.

 

Kann das sein, oder will der Arzt mich nur auf seine vegetarische Lebensweise einstimmen?

Antwort:

Die von Ihnen erwähnten Limonaden-Getränke sind nicht mit Zuckeraustauschstoffen, sondern mit Süßstoffen gesüßt.

Süßstoffe haben eine wesentlich höhere Süßkraft als Saccharose (Haushaltszucker). Die in der EU zugelassenen Süßstoffe sind Saccharin, Cyclamat, Aspartam, Acesulfam K, Thaumatin und Neohesperidin. Sie alle haben eine E-Nummer und lassen sich anhand dieser in den Zutatenlisten von Lebensmitteln erkennen. Häufig werden auch verschiedene Süßstoffe gleichzeitig verwendet.

Süßstoffe liefern im Gegensatz zu Zucker und Zuckeraustauschstoffen  keine Kalorien und sind deshalb für alle, die Kalorien sparen möchten, eine mögliche Alternative zu Zucker. Da Süßstoffe keine Kohlenhydrate enthalten, erhöhen sie nicht den Blutzucker und den Blutinsulinspiegel. Auch Zuckeraustauschstoffe werden insulinunabhängig verstoffwechselt, allerdings bringen sie aufgrund ihres Kaloriengehaltes ein Zuwachs auf dem täglichen Kalorienkonto.

Einzelne manchmal in der Presse erwähnte Untersuchungen, die  bei Mäusen einen erhöhten Insulinspiegel nach dem Verzehr von Süßstoffen festgestellt haben, wurden bisher nicht eindeutig wissenschaftlich belegt und müssen noch überprüft werden.

Wir halten allerdings trotzdem  Süßstoffe nicht für eine wirkliche Alternative zu Zucker.

Sie liefern zwar keine oder nur wenige Kalorien, aber Untersuchungen zeigen, dass man nicht unbedingt besser abnimmt bzw. sein Gewicht hält, wenn man Zucker durch Süßstoffe ersetzt. Die weitaus höhere Süßkraft von Süßstoffen  kann dazu führen, dass die Geschmacksnerven unempfindlicher werden. So besteht die Gefahr, dass man die erforderliche „Dosis" immer weiter steigern muss und dass man den natürlichen Süßgeschmack von Lebensmitteln kaum noch wahrnimmt.

Das Geschmacksempfinden für „süß" ist reine Gewohnheitssache. Wir empfehlen Ihnen, Ihren Konsum an mit Süßstoffen gesüßten Getränken langsam zu reduzieren. Probieren Sie es aus: Wenn Sie es schaffen, einige Tage lang auf Cola light & Co. zu verzichten, dann wird sich ihr Geschmacksempfinden sehr schnell verändern und  Sie werden die süßen Durstlöscher bald nicht mehr vermissen.

Optimale Durstlöscher sind (nicht nur für Diabetiker) Wasser, Mineralwasser oder ungesüßte Tees, mit Süßstoffen gesüßte Getränke sollten lieber die Ausnahme bleiben.

Ausführliche Informationen rund um eine gesunde Ernährung für Diabetiker sowie weitere praktische Tipps und Empfehlungen finden Sie auf unserer Homepage www.diabetes-informationszentrum.de

   

Zimt zur Blutzuckersenkung?

Frage:

Ich habe einen Blutzuckerwert von 22 esse jeden Tag Zimt roh einen Teelöffel voll. Dieser Zimt ist normaler handelsüblicher Zimt aus dem Supermarkt. Kann ich dabei bleiben? Mein Gewicht ist 103 kg bei einer Größe von 195 cm.

Antwort:

Zimt wird seit einigen Jahren als Nahrungsergänzungsmittel in Form von Zimtkapseln für Diabetiker zur Senkung des Blutzuckerspiegels angeboten.

Zimt ist allerdings Ende vergangenen Jahres „ins Gerede gekommen", nachdem einige Lebensmittelüberwachungsbehörden in Zimtgebäck einen sehr hohen Cumarin-Gehalt festgestellt hatten.

Cumarin ist Bestandteil des am häufigsten verwendeten Cassia-Zimts.

Dabei wurden die als unbedenklich geltenden Höchstmengen überschritten.

Nach einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in Berlin kann Cumarin bei besonders empfindlichen Menschen Leberschäden hervorrufen, wenn es über wenige Wochen in geringen Mengen verzehrt wird. 

Dieses Problem ist bereits von cumarinhaltigen Arzneimitteln bekannt. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass Cumarin beim Menschen Krebs auslösen kann. Nur ein kleiner Anteil der Bevölkerung scheint allerdings empfindlich für die Leber schädigende Wirkung des Aromastoffs zu sein. Warum einige Menschen darauf reagieren und andere nicht, ist noch nicht vollständig geklärt. Die Leberschäden bilden sich zurück, wenn auch die Cumarinaufnahme zurückgeht.

Aufgrund eines aktuellen Gutachtens sprach das Bundesinstitut für Risikobewertung, Berlin deshalb im vergangenen Jahr eine Empfehlung aus, dass zimthaltige Lebensmittel für Kinder als empfindlichste Gruppe nicht mehr als einmal pro Woche auf den Tisch kommen sollten.

Zu Zimtkapseln erklärte das BfR, dass bei der Einnahme entsprechend der Dosisempfehlung allein durch Zimtkapseln bereits die täglich tolerierbare Menge an Cumarin von 0,1 Milligramm Cumarin je Kilogramm Körpergewicht überschritten werden kann. Das ausführliche Gutachten können Sie hier nachlesen:

Höhe tägliche Aufnahmemengen von Zimt: Gesundheitsrisiko kann nicht ausgeschlossen werden.

Das BfR weist darauf hin, dass die Unbedenklichkeit von einem langfristigen und täglichen Konsum großer Zimtmengen noch nicht geklärt sei. Ob Zimtkapseln den Blutzuckerspiegel senken können, ist ebenfalls nicht zweifelsfrei bestätigt.

Wir empfehlen Diabetikern, vor der Einnahme von Zimtkapseln den behandelnden Arzt zu befragen. Aufgrund der geschilderten Ergebnisse möchte ich Ihnen ohne Zustimmung Ihres Arztes von einem täglichen Verzehr von Zimt abraten.

Mit 103 kg Körpergewicht sind Sie übergewichtig. Das ist gerade für Diabetiker besonders ungünstig. Wir empfehlen Ihnen deshalb eine Gewichtsabnahme, damit sinken Blutzuckerspiegel und auch andere gerade bei Diabetikern häufig erhöhte Risikowerte wie Cholesterin, Blutfette und Blutdruck.

Der von Ihnen angegebene Blutzuckerwert ist sehr hoch, wir empfehlen Ihnen darüber hinaus, sich unbedingt in ärztliche Behandlung zu begeben.

   

Mit richtiger Ernährung den Blutzucker auch ohne Medikamente im Griff behalten

Frage:

Ich, 71 Jahre alt, bin so ein Grenzfall für Diabetes 2. Bei einem normalen Blutcheck vor 14 Tagen wurde ein ziemlich erhöhter Blutzucker und auch etwas Urinzucker festgestellt. Daraufhin habe ich mir ein Blutzuckermessgerät und Teststreifen für Urin besorgt und prüfe seitdem 3 bis 4-mal tgl. die Werte. Das höchste war mal am Abend 156 und nie wieder Zucker im Urin. Mein Problem mit der Ernährung ist für mich etwas schwierig, weil ich seit über 20 Jahren chronische Polyarthritis habe und auch dafür schon meine Ernährung ziemlich umgestellt habe. Mein behandelnder Arzt meint, ich sollte mal jeden Tag eine "Insulin" Tablette schlucken dann wäre alles o. k. Und das genau möchte ich noch so lange wie möglich hinauszögern, da ich schon genug Pillen schlucken muss, um meinen Haushalt noch einigermaßen zu managen. Vielleicht können Sie mir ja einen Rat geben, was ich am besten noch mit der Ernährung regeln kann. Leider vertrage ich kein Speiseöl u. an Obst nur Äpfel, Ananas und Bananen. Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

Antwort:

Ob Sie zur Regulierung Ihres Blutzuckerspiegels Tabletten schlucken müssen, kann nur Ihr Arzt beurteilen.

Ich kann gut verstehen, dass Sie sich vor der Einnahme weiterer Pillen scheuen, insbesondere da Sie bereits schon viele Medikamente einnehmen. Allerdings können unbehandelte hohe Blutzuckerwerte gefährlich werden.

Deshalb sollten Sie Ihren Blut- oder Harnzucker vorläufig regelmäßig kontrollieren, die Messwerte stets aufschreiben und regelmäßig Ihrem Arzt vorlegen.

Gern erläutere ich Ihnen die Ursachen hoher Blutzuckerwerte und geben Ihnen einige Tipps, wie Sie Ihren Zuckerspiegel im Körper möglicherweise noch eine Weile auch ohne Medikamente im Griff behalten können.

Die Ursache des Altersdiabetes oder Diabetes mellitus Typ 2 liegt in der Regel in den Genen, d.h.,  Sie haben die Anlage für diese Krankheit von Ihren Eltern oder Großeltern geerbt. Auslöser der Krankheit ist fast immer Übergewicht. Durch eine Gewichtsabnahme, manchmal reichen schon 3 bis 4 Kilogramm, lässt sich der Blutzuckerwert wieder senken. In der Regel sinken damit auch andere zu hohe Werte, wie z. B. der Blutdruck oder die Blutfettwerte.

Wenn Sie also übergewichtig sind, wäre es gut, wenn Sie etwas schlanker werden würden. Das könnte sich auch für Ihre Polyarthritis positiv auswirken. Ob sie übergewichtig sind, können Sie mithilfe unseres BMI-Rechners ermitteln.

Informationen und praktische Tipps zum Abnehmen finden Sie in unserem Internetportal, z. B.  In dem Themen-Special "Abnehmen mit Vitalkost".

Der Blutzucker steigt nur nach dem Genuss von Kohlenhydraten. Je mehr Kohlenhydrate, desto höher steigt der Blutzuckerspiegel. Allerdings kommt es nicht nur auf die Menge der Kohlenhydrate an, sondern auch auf die Art. Günstig sind solche kohlenhydrathaltigen Lebensmittel, die einen niedrigen glykämischen Index haben. Diese lassen den Blutzuckerspiegel nur langsam und nicht so hoch ansteigen. Das sind vor allem ballaststoffreiche Lebensmittel wie Getreideprodukte aus dem vollen Korn (Vollkornbrot, -nudeln, -reis), Hülsenfrüchte, Gemüse, Salat und auch einige Obstsorten wie Beerenfrüchte, Äpfel, Birnen, Zitrusfrüchte. Diese Lebensmittel haben außerdem einen hohen Sättigungswert, das ist hilfreich beim Abnehmen.

Wählen Sie bei fetthaltigen Lebensmitteln immer die fettarme Variante, also fettreduzierte Milch und Milchprodukte, fettarmen Käse und Aufschnitt. Verwenden Sie wenig Fette zur Zubereitung der Mahlzeiten und als Brotaufstrich.

Trinken sie reichlich, 1,5 bis 2 Liter pro Tag, sind zu empfehlen.

Essen Sie regelmäßig drei Mahlzeiten, Zwischenmahlzeiten sind  nicht unbedingt erforderlich. Wenn Sie zwischen den Mahlzeiten noch Appetit verspüren, versuchen Sie es zunächst mit einem Getränk. Sollten Sie dennoch Hunger haben, genießen Sie ein Stück Obst, einen fettarmen Joghurt oder eine kleine Portion Quarkspeise.

Genauso wichtig wie der richtige Speiseplan ist jeden Tag Bewegung. Das tut dem Gewicht und dem Blutzuckerspiegel gut. Nutzen Sie jede Möglichkeit im Alltag, gehen Sie viel spazieren, wenn möglich fahren Sie Fahrrad, gehen schwimmen oder tanzen. Planen Sie jeden Tag mindestens eine halbe Stunde für Bewegung ein.

Weitere Tipps für einen gesunden Lebensstil finden Sie bei uns im Internet www.diabetes-informationszentrum.de.

Zusätzlich empfehle ich Ihnen eine ausführliche persönliche Ernährungsberatung bei einer ausgebildeten Ernährungsfachkraft. In einem persönlichen Gespräch ist es eher möglich, auf die individuellen Bedürfnisse, Vorlieben und Abneigungen einzugehen. Adressen von Ernährungsfachkräften in Ihrer Nähe erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse oder beim Verband der Oecotrophologen http://www.vdoe.de/.

   

Nahrungsergänzungsmittel für Diabetiker?

Frage:

Ich bin Diabetiker Typ 2.  Seit einiger Zeit höre und lese ich viel über Nahrungsergänzungsmittel für Diabetiker, die aber m.E. teilweise widersprüchlich sind. Können Sie mir Informationen über evtl. Vitamine, Mineralien usw. sowie deren Mengenempfehlungen geben. Vielleicht haben Sie auch besondere Empfehlungen eines bestimmten Produktes. bzw. Herstellers.

Antwort:

Bei ausgewogener bedarfsgerechter Ernährung ist es grundsätzlich auch für Diabetiker möglich, Ihren Bedarf an allen Nährstoffen mit "normalen Lebensmitteln" zu decken.

Aufgrund der veränderten Stoffwechsellage haben Diabetiker jedoch einen hohen Verbrauch an bestimmten Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen sowie an ungesättigten Fettsäuren. Von besonderer Bedeutung sind die „Diabetikermineralstoffe" Chrom, Zink, Magnesium sowie die Omega-3-Fettsäuren. Chrom und Zink verbessern die Insulinempfindlichkeit der Zellen, unterstützen die Insulinwirkung, steigern die Insulinspeicherung und bewirken, dass die Zellen mehr Zucker aus dem Blut aufnehmen. Magnesium optimiert den Blutdruck und ist ein Schutzschild gegen Spätfolgen der Zuckerkrankheit. Omega-3-Fettsäuren halten den Blutdruck niedrig, die Gefäßwände elastisch und schützen die Adern vor Verstopfung.

Sollte der hohe Bedarf nicht durch entsprechend erhöhten Verzehr geeigneter Lebensmittel gedeckt werden, ist die Einnahme entsprechender Ergänzungsmittel zu empfehlen.

Durch gezielten Einsatz lässt sich die Blutzuckereinstellung erheblich verbessern.

   

Kohlenhydratarme Ernährung für Diabetiker?

Frage:

Ich bin Typ 2 Diabetiker und spritze Insulin. Ich habe nun von der \"schlank im Schlaf"\ Diät gelesen (Dr. Detlef Pape), die darin besteht, morgens nur Kohlehydrate zu essen und abends keine Kohlenhydrate. Das Geheimnis liegt in der Ausschüttung von Insulin, bzw. dass abends kein Insulin mehr produziert wird. Kann ich diese Diät als Typ 2-Diabetiker machen oder muss die Funktion der Bauchspeicheldrüse dafür intakt sein?

Antwort:

Die in den Büchern von Dr. Pape beschriebene Insulintrennkost beruht auf der Theorie, dass morgens ausschließlich Kohlenhydrate aufzunehmen sind, um die kurzfristigen Energiespeicher in Leber und Muskeln aufzufüllen. Durch die abendliche Proteinmahlzeit soll der Insulinspiegel niedrig gehalten werden, sodass nachts die Fettverbrennung optimal ablaufen kann. Ein hoher Insulinspiegel fördert den Aufbau von Fett und hemmt den Fettabbau.

Studien belegen, dass nachts mehr Fett abgebaut wird, als tagsüber. Bei Diabetikern wurde sogar ein stärkerer Effekt beobachtet.

Je weniger Insulin produziert werden muss, desto schonender ist es für die Bauchspeicheldrüse. Deshalb können Sie sich auch als Diabetiker - immer in Anpassung an Ihre Therapieform - so ernähren. Auch für Diabetiker (die keine diabetesbedingte Störung der Nierenfunktion haben) wird empfohlen, ein Teil der Kohlenhydrate gegen Eiweiß auszutauschen.

Bei der Auswahl der Kohlenhydrate kommt es aber nicht nur auf die Menge, sondern auch die Art bzw. ihre Wirkung auf den Blutzuckerspiegel an. Durch einen hohen Anteil an Gemüse, Salat und Obst und durch eine bewusste Auswahl von Kohlenhydraten mit niedrigem glykämischem Index wird der Insulinspiegel niedrig gehalten.

Bei Übergewicht und Diabetes ist eine Gewichtsreduktion in jedem Fall von Vorteil. Schon durch eine Abnahme von 5 bis 10 kg sinken nicht nur der Blutzuckerspiegel, sondern auch die bei Diabetikern häufig erhöhten Blutfettwerte sowie der Blutdruck. Bei einer Änderung Ihres Speiseplans (z. B. abends weniger BE´s) bzw. bei einer Gewichtsabnahme sollten Sie immer Ihren Arzt informieren, damit die die Therapie entsprechend angepasst wird.

   

Ernährung bei Diabetes Typ 2, Hepatitis C und anderen Erkrankungen

Frage:

Bei mir wurde ein Diabetes Typ 2 festgestellt. Bin 50 Jahre, nicht übergewichtig. Ich habe Hepatitis C, und diverse andere Krankheiten. Für kostenlose Rezept und Informationen wäre ich Ihnen dankbar.

Antwort:

Informationen rund um die Erkrankung Diabetes mellitus sowie zur Ernährung, die bei dieser Krankheit eine besondere Rolle spielt, finden Sie bei www.diabetes-informationszentrum.de.

Zusätzlich möchte ich Ihnen empfehlen, sich in einem oder mehreren persönlichen Gesprächen von einer geschulten Ernährungsfachkraft beraten zu lassen, die auch Ihre anderen gesundheitlichen Probleme berücksichtigt.

Adressen von Ernährungsfachkräften in Ihrer Nähe finden Sie unter www.vdoe.de.

Am besten erkundigen Sie sich bei Ihrem behandelnden Arzt bzw. bei Ihrer Krankenkasse, ob die Kosten für die Ernährungsberatung übernommen werden.

Zum Schluss noch ein Literatur-Tipp: Stopp Diabetes! Raus aus der Insulinfalle!

   

LOGI-Ernährung für Diabetiker

Frage:

Ich habe Diabetes Typ 2 und interessiere mich die LOGI-Ernährung und frage an, ob Sie Erfahrungswerte mit der Klinik Überruh haben bzw. ob auch noch andere Kliniken diese Ernährungsform anbieten.

Antwort:

LOGI steht für "low glycemic and insulinemic", auf Deutsch niedriger Blutzucker und Insulinspiegel. Die LOGI-Ernährung ist eine kohlenhydratbewusste, eiweiß- und fettbetonte Ernährungsform.Inzwischen haben viele wissenschaftliche Studien gezeigt, dass sie gerade fürDiabetiker Typ 2 viele Vorteile hat. Wer sich nach dieser Methode ernährt, vermeidet starke Blutzuckerschwankungen und -spitzen. Und auch der Insulinspiegel im Blut bleibt relativ niedrig. Das sind wichtige Voraussetzungen für die Vermeidung von Spätfolgen des Diabetes mellitus. 

Gerade Diabetes Typ 2 ist häufig mit Übergewicht verbunden. Viele Diabetiker nehmen mit einem kohlenhydratbewussten und eiweißbetonten Speiseplan, wie es die LOGI-Ernährung empfiehlt, in Kombination mit Bewegung gut ab und bekommen somit den Blutzuckerspiegel in den Griff.  Studien haben belegt, dass damit gleichzeitig andere Stoffwechselstörungen wie hohe Blutfettwerte, Bluthochdruck, hohe Entzündungswerte im Blut gemildert werden können bzw. ganz verschwinden, auch unabhängig von der Gewichtsabnahme.

In der Reha-Klinik Überruh wird die LOGI-Ernährung seit einigen Jahren mit guten Erfolgen angeboten. Das zeigen die Veröffentlichungen von Herrn Prof. Dr. Heilmeyer deutlich. Innerhalb relativ kurzer Zeit gelingt es in dieser Klinik, bei allen, die sich „nach LOGI" ernähren, nicht nur die Stoffwechselwerte zu verbessern, sondern auch die Medikation (Tabletten oder Insulin) zu verringern oder sogar abzusetzen.

Eine kohlenhydratbewusste Ernährung ist nicht nur gesund, sie macht lange satt und schmeckt gut. Das wissen wir auch aus unserer eigenen Beratungsarbeit.

Wenn Sie nähere Informationen zur Klinik Überruh wünschen, empfehlen wir Ihnen sich direkt dorthin zu wenden.

Andere Kliniken, die diese Ernährungsform anbieten sollen, sind zum Beispiel:

http://www.klinik-koenigsfeld.de/

http://www.nesselwang.de/

www.rehaklinik-klausenbach.de

http://www.reha-hopfen.de/   

Über diese Kliniken stehen uns keine weiteren Informationen zur Verfügung. Wir bitten Sie deshalb, sich direkt dort über das aktuelle Angebot zu informieren.

Weitere Informationen zur LOGI-Ernährung finden Sie in dem Ratgeber LOGI-Methode: Glücklich und schlank

   

Stevia: welche Streusüße für Diabetiker geeignet?

Frage:

Stevia -Produkte werden nach der EU- Zulassung unterdessen im Handel, z. B. als Streusüße, gestreckt mit Erythritol oder Maltodextrien angeboten. Welche Streusüße ist für Diabetiker geeignet?

Antwort:

Stevia oder Stevioglycoside in der Fachsprache genannt sind seit Dezember 2011 in der EU als Süßungsmittel unter der Bezeichnung Lebensmittelzusatzstoff  E 960 zugelassen. Für zu Hause gibt es Stevia als Pulver, Tablette oder in flüssiger Form. Bis zu einer Menge von 4 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht gilt Stevia als gesundheitlich unbedenklich.

Wie Sie beschreiben, gibt es zurzeit auch Mischungen aus Stevia und anderen Süßungsmitteln wie z. B. Maltodextrien. Stevia ist kalorienfrei. Sobald es jedoch mit kalorienhaltigen Süßungsmitteln gemischt wird, muss es bei der Kalorienberechnung berücksichtigt werden.

Wie Sie vielleicht der Presse entnommen haben, hat die Verbraucherzentrale im April 2012 die Hersteller des Produktes Nevella Stevia wegen Verbrauchertäuschung abgemahnt. Nähere Informationen dazu finden Sie unter Lebensmittelklarheit.de 

Es ist deshalb unbedingt empfehlenswert, auch bei Stevia-Produkten vor dem Kauf die Zutatenliste zu studieren.

Erythriol ist ein Zuckeraustauschstoff, der als Süßungsmittel häufiger verwendet hat. Er soll besser verträglich sein als andere Zuckeraustauschstoffe.

Reine Stevia-Streusüße (97 % Stevioglycosid) ist praktisch kalorienfrei und hat keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Stevia Streusüße kann auch zum Kochen und Backen verwendet werden. Inzwischen gibt es im Buchhandel schon zahlreiche spezielle Back-/Kochbücher dazu.

Diabetiker können/dürfen alles essen. Verbote gibt es nicht mehr. Auch Zucker ist in kleinen Mengen erlaubt, am besten „verpackt" in Kuchen oder Süßspeisen und nicht pur. Wenn Sie auf Zucker verzichten möchten, um Kalorien zu sparen und /oder den Blutzuckerspiegel nicht zu sehr zu belasten möchten, können Sie Süßstoffe verwenden oder ein „reines" Stevia-Produkt (auf die Zutatenliste achten!).  Zuckeraustauschstoffe, die häufig in kalorienreduzierten Lebensmitteln oder speziellen Diabetiker-Lebensmitteln verwendet werden. Im Gegensatz zu Süßstoffen sind Zuckeraustauschstoffe nicht kalorienfrei, sondern sie enthalten ähnlich wie Zucker 2,4 bis 4 kcal/Gramm und müssen deshalb bei der Berechnung der täglichen Kalorienzufuhr berücksichtigt werden. Zum Abnehmen sind sie nicht geeignet.

Egal ob Sie mit Stevia, Zucker oder Süßstoff würzen, für Diabetiker ist es am besten, wenn sie versuchen, den Gaumen etwas vom süßen Geschmack zu entwöhnen.

   

Zuckeraustauschstoff besser als Zucker?

Frage:

In Ihrem Artikel  Gut essen und trinken/Zuckeraustauschstoffe habe ich auch Informationen über „Maltit" gefunden.  Nun weiß ich als Diabetiker, dass bei der Verwertung reinen Maltits im menschlichen Stoffwechsel kein zusätzliches Insulin nötig ist. Deshalb verstehe ich den folgenden Satz auf der Seite „Zuckeraustauschstoffe" nicht:

„Wenn Sie „Süßes" essen möchten, verwenden Sie  „normalen" Zucker in geringen Mengen".

Warum empfehlen Sie nicht z.B. Sorbit statt Zucker?

Antwort:

Zuckeralkohole wie Maltit oder Sorbit stellen eine mögliche Alternative zu Zucker dar. Sie haben gewisse Vorteile, aber in der Verträglichkeit auch Nachteile.

Zuckeralkohole enthalten ca. 40 Prozent weniger Kalorien als Zucker und besitzen einen leicht beziehungsweise stark verminderten Einfluss auf die Kariesentstehung (Kariogenität). Ihr Geschmack und ihr Volumen entspricht dem von Zucker. Technologisch lassen sie sich ähnlich wie Zucker verarbeiten. Für Maltit und Sorbit beträgt der Toleranzwert pro Tag 30 bis 50 Gramm. Diese Menge sollte über den Tag verteilt aufgenommen werden.

Viele Menschen reagieren auch schon bei kleinen Mengen mit Beschwerden im Magen-Darm-Bereich auf Zuckeralkohole. Bei insulinpflichtigen Diabetikern können diese Zuckeraustauschstoffe die Ursache für Unterzuckerungen sein.

Da auch der ganz normale Zucker für Diabetiker bei entsprechender Berechnung von Kalorien und / oder BE`s in Mengen bis zu 50 Gramm pro Tag keine Nachteile hat, empfehlen wir, Zucker den Zuckeraustauschstoffen vorzuziehen.

Eine andere Alternative zu Zucker sind Süßstoffe. Süßstoffe sind kalorienfrei, beeinflussen nicht den Blutzuckerspiegel und sind in den üblicherweise verwendeten Mengen nicht gesundheitsschädlich und haben keinerlei Nebenwirkungen. Süßstoffe können für kalte und warme Speisen sowie auch zum Backen verwendet werden. Süßstoffe helfen Kalorien zu sparen und sind deshalb gerade beim Abnehmen auch für Diabetiker ideal.