Test auf Schwangerschaftsdiabetes

Diagnose und Behandlung von Schwangerschaftsdiabetes

Erfolgreiche Ernährungsumstellung

In der 25 SSW Schwangerschaftsdiabetes festgestellt

Aufklärung durch den Diabetologen bei Schwangerschaftsdiabetes

Erhöhte Zuckerwerte im Urin

BE-Tabelle

Blutzuckerspiegel morgens

Glucosetoleranztest in der Schwangerschaft

Schwangerschaft und Diabetes

Gestationsdiabetes?

 

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Test auf Schwangerschaftsdiabetes

Frage:

Ich befinde mich aktuell in der 28. Schwangerschaftswoche mit dem zweiten Kind. Bei dem ersten Kind habe ich den Test auf Schwangerschaftsdiabetes nicht machen lassen.

Letzte Woche war ich bei meiner Gynäkologin zum 2 stündigen Schwangerschaftsdiabetestest bei welchem die Ergebnisse nach 1 und nach 2 Stunden exakt die Grenze von 180 und 135 erreicht hatten. Gleich im Anschluss wurde ich zu einer Diabetologin geschickt, die mir verordnet hat,  4 mal am Tag meine Blutzuckerwerte zu messen. Die Diabetologin sagte mir, dass der nüchterne Wert nicht höher als 5,6 sein sollte und der Wert  1 Stunde nach den Mahlzeiten ja nicht höher als 7,3 sein darf.

Nun stellt sich mir die Frage ab wann es quasi "kritisch" wird und ab wann Insulin gespritzt werden muss. Ist es dramatisch wenn man hin und wieder einen Wert übersteigt, solange die anderen Tageswerte sich im Rahmen halten?

Anbei eine kleine Wertetabelle, meiner Werte der letzten Tage: Nüchtern 1h Frühst 1h Mittag 1h Abendbrot x x 8,2/ 5,7/ 4,6/ 6,2/ 7,4/ 4,3/ 4,7/ 6,6/ 4,9/ 8,3/ 5,3/ 3,9/ 5,2/ 5,6/ 5,2/ 8,2/ 5,1/ 6,1/ 5,7/ 5,4/ 12,8/ 5,1/ 5,4/ 13,3/ 5,7. Wirklich hoch fand ich den 12,8 Wert (da war ich mit meiner Familie auf einem Volksfest) und den darauffolgenden 13,3 Wert, den ich mir selbst nicht erklären kann, da ich mengenmäßig und Produktmäßig dasselbe zum Frühstück gegessen habe wie die Tage zuvor (allerdings zu einer anderen Uhrzeit).

Was genau wird bei der Erwägung Insulin ja oder nein zur Rate gezogen: wie weit die einzelnen überschrittenen Werte von dem Toleranzbereich entfernt sind oder allgemein der Durchschnitt sämtlicher Werte?

 

Antwort:

Der Test auf Schwangerschaftsdiabetes wird heute allen Frauen empfohlen. Er sollte am besten zwischen der 24. Und 28. Schwangerschaftswoche vorgenommen werden und möglichst mit einen so genannten 75-Gramm-Glucose-Belastungstest. Sie sollten dafür nüchtern in die Arztpraxis kommen, also mind. 8 Stunden vorher nichts gegessen haben. Die erste Messung wird nüchtern vorgenommen, die zweite eine Stunde nach dem Trinken einer Mischung aus 75 Gramm Glucose und 300 ml Wasser, die dritte zwei Stunden nach dem Trinken dieser Lösung.

Die Messergebnisse sollten diese Grenzwerte nicht überschreiten:

Nüchtern                            nicht höher als 92 mg/dl oder 5,1 mmol

Nach 1 Stunde                   nicht höher als 180 mg/dl oder 10,0 mmol

Nach 2 Stunden                 nicht höher als153 mg/dl oder 8,5 mmol.

Wenn auch nur ein Wert erreicht oder überschritten ist, liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor, der unbedingt behandelt werden muss.

Da bei Ihnen schon bei der zweiten Messung der Grenzwert von 180 mg/dl erreicht wurde, war die Überweisung zur Diabetologin genau richtig. Die regelmäßige Blutzuckerselbstkontrolle (viermal am Tag) gehört zur wichtigsten Behandlungsstrategie. Nur damit kann sich der Arzt über Ihre Stoffwechselsituation ein Bild machen. Die Grenzwerte für die Selbstmessungen lauten:

nüchtern                                        65-95 mg/dl                       3,6-5,3mmol

1 Std. nach dem Essen                  < 140 mg/dl                        < 7,8 mmol

2 Std. nach dem Essen                  < 120 mg/dl                        < 6,7 mmol

(Quelle: Kleinwechter et al., Gestationsdiabetes, Evidenzbasierte Leitlinie DDG und DGGG, 2011)

Messen Sie morgens nüchtern und jeweils eine oder zwei Stunden nach den Hauptmahlzeiten. Sie sollten Ihren Speiseplan so gestalten, dass diese Werte nicht überschritten werden. Halten Sie Ihre Messwerte unbedingt in einem Tagebuch fest und zeigen Sie sie regelmäßig in der Arztpraxis.  Die meisten Frauen schaffen es, allein durch eine Ernährungsumstellung und regelmäßig Bewegung den Blutzuckerwert zu stabilisieren. Nur bei wenigen Frauen ist die zusätzliche Behandlung mit Insulin notwendig. Ob und wann das bei Ihnen notwendig ist, sollten Sie mit der Diabetologin besprechen. Als Grenzwert gilt: Wenn innerhalb einer Woche mehr als 50 Prozent der Messungen den Grenzwert erreichen oder überschreiten, sollte eine Behandlung mit Insulin erwogen werden. Dies gilt auch bei Selbstkontroll-Ergebnissen von  ≥110mg/dl (6,1mmol/ l) nüchtern oder≥162mg/dl (9,0mmol/ l) zu irgendeinem Zeitpunkt. Parallel zu Ihren Blutzuckermessungen sollte der Gynäkologe per Ultraschall die Entwicklung des Bauchumfangs Ihres Babys häufiger kontrollieren. Auch diese Messergebnisse, die Sie Ihrer Diabetologin zeigen sollten, spielen bei der Entscheidung über eine Insulintherapie eine Rolle.

Neben der Blutzuckerselbstmessung zuhause gehört eine ausführliche Ernährungsberatung von einer Diabetes- oder Ernährungsfachkraft unbedingt zu der Therapie von Schwangerschaftsdiabetes. Sollten Sie daran noch nicht teilgenommen haben, sprechen Sie Ihre Ärztin unbedingt darauf an. Auch Bewegung ist wichtig, vor allem nach den Mahlzeiten. Für die Bewegung brauchen die Muskeln Energie, die sie sich in Form von Glucose aus dem Blut holen. Damit sinkt der Blutzucker. Wenn der Gynäkologe nichts dagegen einzuwenden hat, können Sie ruhig auch weiterhin Sport treiben.

 

Ausführliche Informationen rund um einen gesunden Lebensstil bei Gestationsdiabetes finden Sie in dem Buch „Genussvoll leben mit Schwangerschaftsdiabetes“,  Umschau Buchverlag 2013 sowie beim Diabetes-Informationszentrum.

 

   

Diagnose und Behandlung von Schwangerschaftsdiabetes

Frage:

Bei mir wurde nach dem 50g Test > Wert bei 136 der 75g Test durchgeführt. (Müsli gefrühstückt, Cola getrunken, da Kreislauf nicht gut war) Hier lag der Nüchternwert bei 99. Nach 1 Std. 118, nach 2 Std. 120. (Am Abend vorher Pizza gegessen, gegen 22 Uhr) Wurde an den Diabetologen verwiesen. Hier lag der Nüchternwert bei 87. Der HbA1c-Wert liegt bei 5,6. Also auch noch ok. Muss jetzt 6x täglich messen. Bis auf drei Werte übersteigt keiner die 100! Ich habe meine Ernährung nicht wirklich umgestellt. Habe auch mal ausgetestet was das Essen bei McDonalds ausmacht. Der Wert nach 1 Std. lag bei 109. Vor dem Essen ist der Wert auch unter 90. Ich bin mir halt total unsicher was nun Sache ist. Warum waren die ersten Werte erhöht und warum ist dies jetzt nicht mehr der Fall? Ich denke halt, dass dies eine Fehldiagnose ist. Können die Nüchternwerte verfälscht werden? Meine Diabetologin hat direkt gesagt, wenn wir die Werte nicht in den Griff bekommen, muss Insulin gespritzt werden. Ich frage mich nur welche Werte sie meint. Es ist ja alles ok, auch ohne Ernährungsumstellung... 

Antwort:

Schwangerschaftsdiabetes gehört zu den häufigsten Komplikationen einer Schwangerschaft. Wird er rechtzeitig erkannt, kann er jedoch gut behandelt werden

Nach den aktuellen Leitlinien gelten diese Grenzwerte für die Diagnose Schwangerschaftsdiabetes nach einem 75 g-Zuckerbelastungstest:

  • Nüchtern:               92 mg/dl
  • Nach 1 Stunde.:     180 mg/dl
  • Nach 2 Stunden:    153 md/dl

Ist einer dieser Werte erreicht oder erhöht, liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor.

Wenn der Diabetologe bei Ihnen diese Diagnose gestellt hat, ist es wichtig, dass Sie ab sofort Ihren Blutzuckerwert selbst regelmäßig überprüfen und zwar morgens nüchtern und jeweils ein oder zwei Stunden nach den drei Hauptmahlzeiten.

Zunächst sollte Ihr Blutzuckerwert unterhalb dieser Zielwerte liegen:

  • nüchtern, sofort nach dem Aufstehen: unter  95 mg/dl
  • 1 Stunde nach dem Essen:                   unter 140 mg/dl
  • 2 Stunden nach dem Essen:                 unter 120 mg/dl

Der mittlere Blutzucker mit Messungen eine Stunde nach dem Essen sollten unter 110 mg/dl, mit Messungen zwei Stunden nach dem Essen sollte unter 100 mg/dl liegen.

Ergänzend empfehlen Ärzte, einmal pro Woche  zusätzlich vor dem Mittagessen und vor dem Abendessen den Blutzucker zu messen. Der aus den sechs Werten errechnete Mittelwert sollte unter 110 mg/dl liegen.

Wichtig ist, dass Sie Ihre gemessenen Werte regelmäßig in einem „Tagebuch“ aufschreiben.

Nach ein bis zwei Wochen sollten Sie Ihre Werte vom Diabetologen in der Praxis überprüfen lassen. Er wird die Messergebnisse prüfen und darüber entscheiden, ob die Behandlung mit einer Lebensstiländerung ausreicht oder ob Insulin notwendig ist. Dazu benötigt er unbedingt auch die aktuellen Ultraschallergebnisse Ihres Gynäkologen, die Sie mit in die Praxis bringen sollten.

Die meisten Frauen brauchen kein Insulin. Die wichtigsten Empfehlungen für Ihren Speiseplan sind:

  • Verzichten Sie auf Lebensmittel und Getränke, die den Blutzucker stark und schnell erhöhen.
  • Essen Sie 5 bis 7 Mahlzeiten über den Tag verteilt. Das ist besser als drei große Mahlzeiten.
  • Bewegen Sie sich regelmäßig, wenn der Frauenarzt keine Bedenken dagegen hat. Gehen Sie spazieren, schwimmen, fahren Sie mit dem Fahrrad und machen Sie Gymnastik.
  • Behalten Sie Ihre Gewichtszunahme im Blick. Wiegen Sie sich regelmäßig und sprechen Sie darüber mit dem Diabetologen/Gynäkologen.

Weitere Informationen zu einem gesunden Lebensstil finden Sie beim Diabetes-Informationszentrum sowie in dem Buch „Genussvoll leben mit Schwangerschaftsdiabetes“.

Für erfolgreiche Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes ist ein enger Kontakt zu den Experten in der diabetologischen Praxis ganz wichtig. Wir empfehlen Ihnen, über Ihre Unsicherheit mit dem Diabetologen bzw. den Diabetesberaterinnen kurzfristig zu sprechen.

   
Erfolgreiche Ernährungsumstellung

Frage:
Ich bin in der 35 SSW und habe seit ca. der 24 SSW Schwangerschaftsdiabetes. Bis jetzt hat eine Ernährungsumstellung gereicht, die Werte nach 1 Stunde unter 140 zu halten.

Alle 2 Wochen wird mein Hba1c bestimmt.

Er ist jetzt alle 2 Wochen kontinuierlich gestiegen, wobei die Werte immer im Normbereich (unter 140) 1 Stunde nach dem Essen liegen. Jetzt war er bei 5,6 %.Ich habe Angst, dass er jetzt in den letzten Wochen noch höher wird. Warum steigt der Hba1c an, wobei meine Werte nach dem Essen immer ok sind?

Antwort:
Prima, dass Sie es geschafft haben, Ihren Blutzucker mit einer Ernährungsumstellung „in den Griff" zu bekommen.

Ich möchte Sie beruhigen. Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen. Ihre Blutzuckerwerte liegen im „grünen Bereich". Ein Wert von <140 mg/dl eine Stunde nach einer Hauptmahlzeit ist genau richtig. Und auch um den HbA1c-Wert brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen. Der HbA1c gibt Auskunft über die Blutzuckereinstellung der vergangenen zehn bis zwölf Wochen. Deshalb wird er auch das Blutzucker-Langzeit-Gedächtnis genannt.

Dabei steht  Hb für Hämoglobin. Hämoglobin ist der rote Blutfarbstoff, der sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammensetzt. HbA1c macht den größten Anteil aus. Bei jedem Menschen lagert sich ein Teil des im Blut befindlichen Zuckers am Hämoglobin an. Dabei entsteht HbA1c. Da die roten Blutkörperchen eine Lebensdauer von 120 Tagen haben, steht der HbA1c-Wert für die durchschnittliche Blutzuckereinstellung der letzten 120 Tage.

Um Ihren HbA1c-Wert brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen. Bei so guten aktuellen Blutzuckerwerten ist ein HbA1c von 5,6 % vollkommen in Ordnung.  Es ist ganz normal, dass der HbA1c-Wert zum Ende der Schwangerschaft leicht nach oben geht. Während der Schwangerschaft steigt der Blutzuckergehalt kontinuierlich etwas an und der Insulinbedarf wächst. Aber Sie haben ja nur noch wenige Wochen und werden bei diesen guten Werten auch bis zum Ende ohne Insulin auskommen.

Bei Unsicherheiten lassen Sie sich nochmals von dem behandelnden Diabetologen und seinem Team beraten.

   
In der 25 SSW Schwangerschaftsdiabetes festgestellt

Frage:
Ich bin in der 25 Woche schwanger und bei mir wurde diese Woche Schwangerschaftsdiabetes festgestellt. Zur Kontrolle muss ich jetzt 4-mal am Tag meinen Blutzucker messen. Wie lauten die Grenzwerte? Ab wann ist eine Insulingabe erforderlich?

 

 
Antwort:
Zu den ersten Behandlungsschritten gehört, dass Sie lernen, Ihren Blutzucker mit einem entsprechenden Messgerät  regelmäßig mehrmals am Tag zu kontrollieren. Die Messungen sollten vor dem Frühstück und jeweils eine Stunde nach den drei Hauptmahlzeiten vorgenommen werden. Je nach Ergebnis kann die Anzahl der Messungen auch reduziert werden. Dabei sollen folgende Blutzuckerwerte erreicht werden:

Morgens nüchtern < 95 mg/dl oder 5,3 mmol

1 Stunde nach Beginn einer Hauptmahlzeit unter 140 mg/dl (7,8 mmol).

Für eine erfolgreiche Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes können Sie selbst ganz viel tun. Die erste Behandlungsmaßnahme heißt nämlich anders essen, mehr bewegen. Was das bedeutet, lernen Sie in einer speziellen Schulung  in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis. Erste Informationen dazu finden Sie bei http://www.diabetes-informationszentrum.de/.

Die meisten Frauen schaffen es, mit einer Umstellung des Lebensstils den Blutzucker wieder in den Griff zu kriegen und können auf eine Behandlung mit Insulin verzichten.

Erst wenn die Blutzuckerwerte trotz einer Veränderung des Speiseplans o.g. Werte häufig überschreiten, oder wenn Ihr Baby laut Ultraschallaufnahme übermäßig wächst, ist zusätzlich eine Behandlung mit Insulin erforderlich. Insulin senkt die hohen Blutzuckerwerte  bei Ihnen ab. Damit bekommt Ihr Baby weniger Zucker und die Entwicklung normalisiert sich. Wie, wie oft und wie lange Sie Insulin spritzen müssen, erlernen Sie ebenfalls in einer speziellen Schulung beim Diabetes-Facharzt.

Weitere Informationen zur Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes finden Sie in der Leitlinie für Schwangere (DDG)

   

Aufklärung durch den Diabetologen bei Schwangerschaftsdiabetes

Frage:
Ich bin jetzt in der 33 Schwangerschaftswoche, und bei mir wurde in der 24 Schwangerschaftswoche ein Zuckertest gemacht, meine Werte waren Nüchtern 87,1 nach 1 Stunde bei 194 und nach 2 Stunden bei 125. Ich wurde von meiner Frauenärztin gleich zu einer Diabetologin geschickt, die hatte mich nicht richtig aufgeklärt und das bis heute nicht. Ich weiß nur, dass ich mich bis zu sieben mal Testen soll, und dass ich auf die Kohlenhydrate achten soll. Jetzt ist mir schon aufgefallen wenn ich Vollkornnudeln esse ist der Zucker schlimmer wie wenn ich normale Nudeln esse. Seit dem ich mich teste war bis jetzt einmal der Wert bei 148, morgen und immer vor dem essen zwischen 67 und 88 und nach dem Essen immer zwischen 88 und 138. Bis jetzt habe ich in der Schwangerschaft von 76,4 auf 82,6 Kilo zugenommen und ich muss dazu sagen dass in 6 Wochen mein Kind auf die Welt kommt, der jetzt ca. 44 cm groß ist und 2000 gr. hat.

Ich weiß nicht mehr was ich machen soll denn jedes Mal wenn ich mit meiner Diabetologin reden möchte hört sie mir nicht zu, und ich weiß auch nicht mehr wie ich mich verhalten soll, sie meint dann immer nur ich soll schön Vollkorn essen, und die anderen Sachen einfach meiden die nichts für mich sind, aber wenn man nicht aufgeklärt worden ist wie soll man dann wissen was ich meiden soll. Gut es dauert nicht mehr lange, aber ich habe ihr schon mal gesagt, dass ich eh nicht alles esse, und das bisschen was mir geblieben ist darf ich auch nicht mehr. Süße Sachen hat sie mir ganz verboten, ich darf kein Eis essen keine Schokolade und so weiter, darf man das wirklich nicht?

Naja, ich könnte Ihnen jetzt noch einen ganzen Roman schreiben, weil ich nicht weiß, wie und was und weil ich mich nur aufrege wegen der Sache, ich schlafe auch nicht mehr richtig, weil ich Angst habe und mir einen Kopf mache damit ich nicht das Falsche esse, oder meinem Kind irgendwie schade (das ist das einzige, was ich von der Diabetologin zu hören bekomme), ich habe nur Angst.

Antwort:
Gern geben wir Ihnen ein paar Informationen zum Speiseplan bei Schwangerschaftsdiabetes, der bei Ihnen in der 24. Woche festgestellt wurde.

Ursache des Schwangerschaftsdiabetes ist eine Störung der Blutzuckerverarbeitung in Ihrem Körper. Das heißt, der Blutzucker bleibt anhaltend hoch. Da dies ein Risiko für Sie und für das Baby sein kann, ist eine Behandlung bzw. Betreuung durch einen Diabetologen unbedingt notwendig. Bei sehr vielen Frauen lässt sich der Blutzucker durch eine Änderung des Lebensstils wieder in den Griff bekommen. Sie müssen anders essen und sich mehr bewegen.

Durch Bewegung sinkt der Blutzuckerwert. Gehen Sie am besten mindestens dreimal pro Woche 30 Minuten spazieren. Auch gezielte Gymnastik ist hilfreich. Hier ein Link zu Aerobic-Übungen

Um jegliches Risiko auszuschließen, sollten Sie bevor Sie mit den Übungen starten, mit Ihrem Gynäkologen sprechen.

Da der Blutzuckerspiegel vor allem durch kohlenhydrathaltige Lebensmittel erhöht wird, sollten Sie ganz bewusst damit umgehen. Einen besonders starken Anstieg des Zuckerwerts im Blut bewirken Zucker und alle zuckerhaltigen Lebensmittel, wie Gebäck, Süßigkeiten, Schokolade, Eis und alle mit Zucker gesüßten Speisen und Getränke. Diese Lebensmittel bzw. Naschereien sollten Sie jetzt weglassen. Ungünstig sind auch alle Produkte aus weißem Mehl, also Weißbrot, Mischbrot, weiße Brötchen, Toast und Kuchen. Bevorzugen Sie Produkte aus Vollkornmehl, tauschen Sie weißen Reis gegen Naturreis und verwenden  Sie auch zu Hause zum Backen Vollkornmehl. Vollkornprodukte enthalten viele Ballaststoffe und lassen den Blutzucker nur langsam und nicht so hoch ansteigen. Aber essen Sie auch davon nur kleine Portionen und verteilen Sie sie gleichmäßig über den Tag. Lebensmittel, die für Sie gut geeignet sind, weil sie den Blutzucker nicht oder kaum beeinflussen, sind Gemüse, Salate, Obst sowie eiweißreiche Lebensmittel, zum Beispiel Fleisch und Aufschnitt oder Fisch. Bei den Fetten sollten Sie auf gute Qualität achten. Das sind zum Beispiel Rapsöl, Olivenöl und auch Nussöle. Wechseln Sie unter diesen Ölen ruhig ab, sie versorgen Sie und auch Ihr Baby mit lebenswichtigen Fettsäuren.

Zum Durstlöschen eignen sich Wasser, Mineralwasser oder ungesüßter Tee und Kaffee. Weitere Informationen und praktische Tipps rund um einen Speiseplan bei Diabetes finden Sie bei Kapitel Gut essen und trinken

Ich gehe davon aus, dass Ihnen vom Diabetes-Team ein Messgerät ausgehändigt und  gezeigt wurde, wie und wie oft Sie auch zu Hause den Blutzuckerwert messen können. Folgende Blutzuckerwerte sollten Sie erreichen:

Morgens nüchtern unter 95 mg/dl

1 Stunde nach Beginn einer Hauptmahlzeit unter 140 mg/dl.

Ich möchte Ihnen unbedingt empfehlen, mit der Gynäkologin über Ihre Ängste und Sorgen sowie Ihre Unzufriedenheit in der Behandlung durch die Diabetologin zu sprechen. Lassen Sie sich ggfs. an einen anderen Facharzt überweisen. Auch direkt nach der Entbindung sowie einige Wochen danach ist eine sorgfältige Überwachung des Blutzuckerwertes erforderlich. Wenn der Diabetes bestehen bleibt, ist eine Behandlung durch einen Diabetologen unbedingt erforderlich.
   
Erhöhte Zuckerwerte im Urin

Frage:
Ich bin derzeit in der 28. Schwangerschaftswoche. Aufgrund erhöhter Zuckerwerte im Urin wurde bei mir ein Glucosetolleranztest durchgeführt. Dabei wurden der Nüchternwert, sowie die Werte nach einer und nach zwei Stunden im Blut gemessen.

Das Ergebnis war, dass der Nüchternblutzucker \"etwas zu hoch\" war (Zitat der Arzthelferin). Die anderen beiden Werte sind jedoch normal. Was hat das zu bedeuten?

Wenn mit dem Insulin etwas nicht stimmen würde, müssten doch auch die anderen Werte zu hoch sein, oder?

Antwort:
Seit einigen Wochen gibt es neue Regelungen für die Untersuchung auf Schwangerschaftsdiabetes sowie auch neue Grenzwerte für die Diagnose.

Die neuen Grenzwerte lauten:

Nüchtern                     92 mg/dl  oder 5,1 mmol

Nach 1 Stunde           180 mg/dl oder 10.0 mmol/l

Nach 2 Stunden         153 mg/dl oder 8,5 mmol/l

Ein Schwangerschaftsdiabetes liegt vor, wenn mindestens einer der drei Grenzwerte erreicht oder überschritten wurde. Wir empfehlen Ihnen, sich in der Arztpraxis genauere Angaben zu Ihren Testergebnissen zu besorgen. Am besten lassen Sie sich erklären,  was hinter der Bewertung der Arzthelferin „etwas zu hoch" steckt und was das für Sie bedeutet.

An erster Stelle der Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes steht eine Ernährungsumstellung und mehr Bewegung.  Dazu finden Sie  bei http://www.diabetes-informationszentrum.de/  viele Informationen, und auch die Mitarbeiterinnen des Arztes werden Sie ausführlich dazu schulen. Gleichzeitig erlernen Sie in der Arztpraxis, wie Sie den Blutzucker selbst messen und im Auge behalten können. In den allermeisten Fällen ist der Blutzucker so wieder in den Griff zu bekommen. Nur wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, ist die Behandlung mit Insulin erforderlich.

   

BE-Tabelle

Frage:

Bei mir ist gestern ein Schwangerschaftsdiabetes festgestellt worden. Ich bekomme zwar noch eine Ernährungsberatung, wollte mich aber auch schon mal selbst "schlau" machen.

Frage: Könnten Sie mir bitte eine Tabelle zusenden, woraus erkennbar ist, wie viel Broteinheiten (BE) z.B. 1 Apfel hat, oder wie viel Vollkornbrot ich für 1 BE essen darf?

Antwort:

Prima, dass Sie sich gleich über die Behandlung des Schwangerschaftsdiabetes informieren wollen.

Sie können selbst sehr viel dazu beitragen. Deshalb sollten Sie unbedingt an der geplanten Beratung teilnehmen.

 Die wichtigste Therapiemaßnahme heißt richtig essen und jeden Tag bewegen.

Wir können Ihnen leider keine Tabelle über den Gehalt von BE in Lebensmitteln zur Verfügung stellen. Ich möchte Ihnen die „Diabetes-Fibel" von I. Kiefer, M. Kunze, Verlag Kneipp empfehlen. Sie liefert Ihnen Informationen über 2500 Lebensmittel, sowohl über den Gehalt an BEs als auch über den glykämischen Index aller Lebensmittel.

Eine sehr viel kleinere, dafür aber kostenlose BE-Tabelle zum Einstieg bekommen Sie möglicherweise in der Apotheke. Fragen Sie einfach danach!

Weitere Informationen rund um das Thema „Gut essen und trinken bei Diabetes" finden Sie bei beim diabetes-Informationszentrum unter Gut essen und trinken und hier finden Sie nähere Informationen zum Schwangerschaftsdiabetes. Ergänzend möchte ich Sie auf die Patienten-Leitlinie Schwangerschaftsdiabetes der Deutschen Diabetes Gesellschaft aufmerksam machen:

   

Blutzuckerspiegel morgens

Frage:

ich habe einen leichten Gestationsdiabetes und habe beobachtet, dass mein Blutzuckerspiegel, wenn ich sehr früh frühstücke (5.30/6 Uhr) bei der gleichen Menge an Vollkornbrot wie mittags, viel höher geht als zum Mittag. Ist das normal, dass der Blutzuckerspiegel, wenn man sehr früh etwas isst, höher steigt? Wird über Mittag besser Zucker abgebaut?

 

Antwort:

 Sie haben schon selbst die richtige Antwort gefunden. Mittags wird der Zucker im Blut besser abgebaut. Damit der Zucker von den Zellen aufgenommen werden kann, braucht er Insulin aus der Bauchspeicheldrüse.

Morgens sind noch einige Hormone (z. B. Cortisol, Adrenalin) aktiv, die  das Insulin an der Entfaltung seiner vollen Wirkung hindern. Der Zuckerspiegel im Blut bleibt also etwas höher.

Der Blutzuckerspiegel wird vor allem durch Kohlenhydrate beeinflusst. Zu den kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln zählen Kartoffeln, Getreideprodukte wie Brot, Reis, Nudeln, Kuchen und Gebäck, Zucker und alle zuckerhaltigen Lebensmittel und Getränke, Obst, Milch. Aber nicht alle Kohlenhydrate wirken gleich. Bevorzugen Sie solche mit einem niedrigen glykämischen Index. Das sind langsamer verdauliche Kohlenhydrate, sie gehen langsamer ins Blut und lassen den Blutzucker langsam und gering ansteigen. Hierzu zählen Vollkornprodukte, Müsli (ohne Zucker), Naturreis, Hülsenfrüchte, Salat und Gemüse.

Ungünstiger sind die schnell verdaulichen Kohlenhydrate. Sie gehen schnell ins Blut und lassen den Blutzuckerspiegel in kurzer Zeit sehr hoch ansteigen. Dazu zählen Zucker, Honig, Säfte, Limonadengetränke, Backwaren aus Weißmehl. Essen Sie diese Lebensmittel nur in kleine Mengen oder meiden Sie sie.

Da gerade bei einem Gestationsdiabetes die richtige Ernährung in Kombination mit Bewegung die entscheidende Therapiemaßnahme ist, möchte ich Ihnen empfehlen, sich von einer Diabetes- oder Ernährungsfachkraft ausführlich dazu beraten zu lassen. In einem persönlichen Gespräch ist es besser möglich, auf die individuelle Situation einzugehen. Adressen  von Ernährungsfachkräften in Ihrer Nähe finden Sie bei Ihrer Krankenkasse.

   

Glucosetoleranztest in der Schwangerschaft

Frage:

Meine Freundin ist in der 28 Schwangerschaftswoche. Sie hat letzte Woche einen Glucosetoleranztest gemacht und da waren die Werte im Normbereich außer das der 3.wert höher als der 2.wert war. Was sind die möglichen Ursachen und was bedeutet das für die weitere Schwangerschaft? 

Antwort:

Seit dem 1. März 2012 ist die Untersuchung aller schwangerer Frauen auf Schwangerschaftsdiabetes oder Gestationsdiabetes verbindlich in die Mutterschaftsrichtlinien als Kassenleistung aufgenommen worden.

Dieser Test verläuft in zwei Stufen. Der erste Teil erfolgt im 1. Trimenon der Schwangerschaft, d.h. vor der 24. Schwangerschaftswoche, der zweite Teil erfolgt zwischen der 24. Und 28. Schwangerschaftswoche und besteht aus einem so genannten Glucosetoleranztest. Dabei wird der Blutzucker sowohl nüchtern gemessen, als auch eine Stunde und zwei Stunden nach dem Trinken einer standardisierten Glucoselösung. Ein Schwangerschaftsdiabetes liegt vor, wenn mindestens einer dieser drei Grenzwerte für Blutglucose erreicht oder überschritten wird.

Nüchtern                   92 mg/dl oder 5,1 mmol/l

Nach 1 Stunde         180 mg/dl oder 10,0 mmol/l

Nach 2 Stunden       153 mg/dl oder 8,5 mmol/l

Da ein Schwangerschaftsdiabetes für Mutter und Kind nicht ungefährlich ist, sollte direkt nach der Diagnosestellung mit der Behandlung begonnen werden.

Der 3. Wert (Messung nach 2 Stunden) ist natürlicherweise stets niedriger als der zweite Wert. Dass bei Ihrer Freundin ein höherer Wert gemessen wurde, ist ungewöhnlich und für uns nicht erklärbar.

Ich möchte Ihnen und Ihrer Freundin empfehlen, sich diesbezüglich nochmals an den Arzt zu wenden und sich die Testergebnisse genau erklären zu lassen.

   

Schwangerschaft und Diabetes

Frage:

Ich bin ende 26 ssw und habe den Diabetes Zuckertest gemacht. Die Werte:

25. SSW. Orale Glukosebelastung mit 75g Glukose:

Nüchternwert     65mg/dl

60 Minuten         177mg/dl

120 Minuten       136mg/dl

Laut Aussage von meiner Frauenärztin sind die Werte nicht schlimm, brauche mir keine Sorgen zu machen.

Kann es schlimmer werden? Sollte es nicht nochmal kontrolliert werden? Was soll ich tun? Es ist mir nichts gesagt worden außer ich sollte bisschen aufpassen. Aber auf was?
Antwort:

Gestationsdiabetes oder Schwangerschaftsdiabetes wird in den letzten Jahren immer häufiger festgestellt. Wird er nicht behandelt, ist das riskant für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft,

für die Geburt, für Mutter und Baby. Deshalb ist es gut, dass bei Ihnen ein entsprechender Test gemacht wurde.

Mit den von Ihnen beschriebenen Glucosewerten, die in der Praxis Ihrer behandelnden Ärztin ermittelt wurden, liegen Sie im normalen Bereich und es besteht aus unserer Sicht kein Anlass zur Besorgnis.

Sie haben anscheinend bisher in der Schwangerschaft alles richtig gemacht. Besonders wichtig sind eine normale Gewichtszunahme, ein gesunder abwechslungsreicher Speiseplan, der den Bedarf an lebenswichtigen Nährstoffen von Mutter und Kind deckt sowie eine gute Mischung zwischen Anspannung, Bewegung und Entspannung.

Wissenswertes zum Thema Schwangerschaftsdiabetes finden Sie bei uns hier: http://www.diabetes-informationszentrum.de/was-ist-diabetes/was-ist-diabetes/schwangerschaftsdiabetes-gestationsdiabetes-haeufigste-begleiterkrankung-einer-schwangerschaft.html

Wenn Sie Tipps und Ratschläge rund um einen gesunden Speiseplan während der Schwangerschaft brauchen, empfehle ich Ihnen die Experten von www.was-wir-essen.de
   

Gestationsdiabetes?

Frage:

Ich bin mittlerweile in der 37 SSW + 3, und unser kleiner Spatz hat jetzt schon ein Gewicht von ca 3500g. Dazu muss ich sagen, dass meine Geschwister und auch ich bei der Geburt alle über 4000g gewogen haben und mein Mann ebenso.

Vor 4 Wochen habe ich einen Blutzuckerbelastungstest bei meinem Hausarzt machen lassen, meine Werte waren: nüchtern aus venösem Blut 80, nach 60 Min ven. Blut 207 und nach 120 Min ven. Blut 145.

Um ganz sicher zu gehen habe ich nach einer Woche nochmals einen Schnelltest bei meinem Hausarzt durchführen lassen dieser lag bei 141mg/dl 2 Std. nach reichhaltigem Frühstück.

Mein Hausarzt sagte die Werte bei beiden Tests seien in Ordnung und mein Frauenarzt sagte ich hätte leicht Zucker und müsse auf die Kohlenhydrate achten, aber einen genauen Ernährungsplan gab er mir leider nicht. Ich achte seit her wirklich so gut es geht auf eine ausgewogene Ernährung.

Nun meine eigentliche Frage, habe ich laut diesen Werten nun eine Gestaionsdiabetes oder nur eine Glukosetoleranzstörung?

Es wäre für mich eine sehr große Erleichterung, wenn ich aus diesem Chaos endlich einen Lichtblick sehen würde und sie mir diese Frage schnell beantworten könnten, denn ich weiß leider nicht, an wen ich mich sonst wenden könnte.

Antwort:

Zur Erkennung eines Gestationsdiabetes sollte bei jeder Schwangeren zwischen der 24. und 28, Schwangerschaftswoche ein Suchtest durchgeführt werden. Bei besonders gefährdeten Schwangeren erfolgt der Suchtest bereits im 1. Drittel der Schwangerschaft und wird bei negativem Ergebnis zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche wiederholt. Als gefährdet gelten vor allem übergewichtige Frauen und Frauen mit einer positiven Familien-Diabetes-Anamnese. Weitere Risikofaktoren sind: schnelle Gewichtszunahme, Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte.

Der Test erfolgt wie bei Ihnen in Form eines Belastungstests: Orale Gabe von 50 g reinem Traubenzucker gelöst in 200 ml Wasser, 1 Stunde danach erfolgt die Blutglukosebestimmung.

Liegt die Blutzuckerkonzentration im Kapillar- oder venösem Blut über 140 mg/d, so besteht der Verdacht auf einen Gestationsdiabetes. In diesem Fall folgt ein oraler Glukose-Toleranztest mit 75 g Glukose, gelöst in 300 ml Wasser. Ein Diabetes liegt vor, im kapillaren Vollblut der Nüchternblutzucker über 110 mg und der 2-Stunden-Blutzuckerwert über 200 mg/dl liegt.

Eine Glukose-Toleranz-Störung liegt vor, wenn der Nüchternblutzucker unter 110 mg/dl, der 2-Stunden-Blutzucker zwischen 140 und 200 mg/dl liegen. Kein Hinweis für eine Glukoseverwertungsstörung besteht, wenn sowohl der Nüchternblutzucker unter 110 mg/dl als auch der 2-Stunden-Blutzucker unter 140 mg/dl liegt.

Ein Gestationsdiabetes bildet sich nach der Schwangerschaft meist wieder vollständig zurück. Aber nach einer Normalisierung der Blutzuckerwerte besteht ein erhöhtes Risiko für die spätere Entstehung eines Diabetes mellitus. Deswegen sind regelmäßige Blutuntersuchungen erforderlich. Ganz besonders wichtig ist eine Gewichtsreduktion bis zum Normalgewicht sowie eine gesunde Ernährung in Kombination mit ausreichend Bewegung.