Juckende Haut

 

Gerade Diabetikern macht trockene Haut oft zu schaffen. Trockene Haut fühlt sich rau und schuppig an, ist gerötet, spannt und juckt - man fühlt sich einfach nicht wohl in der eigenen Haut.

 

Ursachen für trockene Hautstellen

  • Anlagebedingte trockene Haut
    Viele Menschen neigen aufgrund einer ererbten Anlage zu trockener oder sehr trockener Haut.
 
  • Altersbedingte trockene Haut
    Mit zunehmendem Alter funktioniert die natürliche Regulierung der Hautfeuchtigkeit und des Fettgehalts schlechter. Trockene Haut wird im Alter schneller faltig.
 
  • übermäßige Pflege
    Wer zu trockener Haut neigt, sollte stets nur kurz und nicht so heiß duschen oder baden. Bei den Reinigungsprodukten heißt es „Weniger ist mehr". Die Dusch- und Badegels müssen vor allem mild und rückfettend sein, und  jedes zweite oder dritte Mal manchmal geht´s auch ganz ohne! Nach jedem Duschen oder Baden ist das Eincremen mit den Hautbedürfnissen angepassten Lotionen oder Ölen notwendig.
 
  • Trockene Luft in beheizten Räumen
    Trockene Lufft in geschlossenen, beheizten Raümen kann trockene Haut verstärken. Häufiges Lüften und Luftbefeuchter sorgen für bessere Luft.

 

  • Chemische Substanzen
    zum Beispiel scharfe Putzmittel können zu trockener Haut führen
 
  • innere Erkrankungen
    z. B. Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen können Ursache für trockene Haut sein.
 
  • häufiges Schwimmen in Chlorwasser
    Baden in Schwimmbädern mit Chlorwasser kann ebenfalls zu trockene Haut führen.
 
  • falsche Kleidung
    Unterwäsche aus Synthetikfasern, Pullover, Blusen, Hosen aus Wolle machen die Haut bei empfindlichen Menschen trockener und führen zu Juckreiz
 

Trockener Haut fehlt Harnstoff

Harnstoff oder Urea ist ein natürlicher Feuchthaltefaktor der Haut. Bei Menschen mit trockener Haut ist die Harnsäurekonzentration in der Haut um 50 Prozent vermindert. Bei Patienten mit Schuppenflechte oder Neurodermitis sowie auch in der gealterten Haut ist der Mangel noch ausgeprägter.

Trockene Haut braucht deshalb Urea-haltige Reinigungs- und Pflegeprodukte. Das Angebot in Apotheken, Drogeriemärkten und Kosmetikinstituten ist inzwischen riesengroß. Die Produkte unterscheiden sich vor allem in der Konzentration an  Harnstoff. Eine Überdosierung ist nicht möglich, sagen die Dermatologen.  Für die Pflege der empfindlicheren Gesichtshaut empfehlen sie eine Urea-Konzentration von unter fünf Prozent, ebenso für die zarte Babyhaut. Bei extrem trockener Haut reicht diese Konzentration  nicht aus. Hier eine Behandlung mit Präparaten, die mehr als 10 Prozent Harnstoff enthalten, nötig. Vorsicht: Auf akut entzündete Hautstellen dürfen keine harnstoffhaltigen Pflegeprodukte.

Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Thema Harnstoff - ideal für die trockene Haut

 

Neurodermitis und Hautpflege

Neurodermitis, auch  atopische Dermatitis genannt, ist eine chronisch entzündliche, genetisch bedingte Hauterkrankung. Immer mehr Kinder und Erwachsene leiden darunter. Trockene Hautstellen sind extrem schuppig, stark gerötet und jucken quälend. Bei Neurodermitis ist eine regelmäßige Hautpflege unerlässlich, auch dann, wenn es der Haut besser geht.

Der atopisch trockenen Haut fehlen nicht nur Feuchthaltesubstanzen, sondern auch bestimmte Fette und Fettsäuren. Als besonders wirksam hat sich die Behandlung mit Pflegeprodukten, die Nachtkerzenöl enthalten, erwiesen.

 

WAS TUN BEI TROCKENER UND JUCKENDER KOPFHAUT?

 

Tägliches Waschen und Föhnen, häufiges Färben, Dauerwellen, Tönungen und Strähnen bedeuten für Haare und Kopfhaut Stress. Wer eine trockene, schuppende, juckende oder sogar neurodermitische Kopfhaut hat, sollte seinem Haar diese Strapazen nicht so oft zumuten, um weitere Verschlechterungen des Hautbildes zu vermeiden. Das Shampoo muss besonders mild und möglichst frei von Duftstoffen, Farbstoffen und Alkaliseifen sein. Die regelmäßige Anwendung von Kurpackungen für trockenes strapaziertes Haar wird empfohlen. Dabei ist ein gründliches Ausspülen das A&O, auf der Kopfhaut verbleibende Reste reizen sonst zusätzlich.

Für Neurodermitiker gibt es spezielle Haar- und Kopfhautpflegeöle.

Fachkundige Beratung bei der Auswahl der Produkte ist in jedem Fall zu empfehlen, beim Hautarzt oder in der Apotheke.

Wenn es am ganzen Körper quälend juckt!

Die Haut sieht ganz normal aus, aber sie juckt vom Kopf bis zu den Zehen. Das ist manchmal schwerer auszuhalten als dauerhafte Schmerzen. Infektionen, Leber- oder Nervenerkrankungen, Diabetes mellitus, Funktionsstörungen der Schilddrüse, Eisenmangel oder auch manche Medikamente können schuld daran sein. Oft lässt sich keine krankhafte Ursache finden. Stress, Nervosität oder Hauttrockenheit sind dann der Grund.

Hier hilft regelmäßiges Eincremen mit einer rückfettenden Pflege mit Harnstoff, Dexpanthenol und Nachtkerzensamenöl. Reicht eine regelmäßige Pflege allein nicht aus, gibt es in der Apotheke Sprays oder Cremes mit örtlich betäubenden Wirkstoffen, wie zum Beispiel Polidocanol oder Benzocain. Bleibt der quälende Juckreiz über Tage, sollte auf jeden Fall  ärztlicher Rat eingeholt werden.