Diabetes Typ 3

 Diabetes Typ 3 wird auch als Mody-Diabetes (Maturity onset diabetes of the young) bezeichnet. Das Krankheitsbild ist weder dem Diabetes Typ 1 noch dem Diabetes Typ 2 zuzuordnen.

Diabetes Typ 3 wird - je nach Ursache - in acht verschiedene Typen unterteilt:
  • Typ 3A: genetische Schädigung der Betazellfunktion (Betazellen sind die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse)
  • Typ 3B: genetische Defekte der Insulin-Wirkung
  • Typ 3C: Krankheiten der nach außen sezernierenden Bauchspeicheldrüse
  • Typ 3D: Krankheiten, die durch hormonelle Störungen entstehen
  • Typ 3E: Diabetes durch Drogen oder Chemikalien
  • Typ 3F: Diabetes infolge von Infektionen
  • Typ 3G: seltene, immunologisch vermittelte Formen von Diabetes
  • Typ 3H: andere genetische Syndrome.

 Am häufigsten zeigt sich der Diabetes Typ 3A. Dieser Typ wird auch als MODY (Maturity Onset Diabetes oft the Young) -Diabetes bezeichnet. Ärzte unterscheiden zwischen fünf verschiedenen MODY-Typen mit unterschiedlichen genetischen Defekten als Ursache. Bezeichnend für diese Erkrankung ist, dass sie vor dem 25. Lebensjahr auftritt, die Patienten nicht übergewichtig sind (BMI unter 25) und kein Diabetes Typ 1 in der Familie bekannt ist. 

Bei den am häufigsten vorkommenden Typen des MODY-Diabetes verläuft die Erkrankung und auch die Behandlung ähnlich wie beim Diabetes Typ 2. Entscheidend ist eine gute Blutzuckereinstellung, die der Erkrankte durch seinen Lebensstil (Ernährung, mehr Bewegung und Gewichtsreduktion) selbst beeinflussen kann. Reicht eine Änderung des Lebensstils nicht aus, wird die Therapie mit Tabletten und/oder Insulin unterstützt.