Bei längeren Flugreisen die Zeitverschiebung berücksichtigen

 

Bei Reisen in ferne Länder mit Zeitverschiebung muss die Dosis von Insulin oder Tabletten angepasst werden. Je nachdem, ob der Flug in  Richtung Westen oder Osten geht, ändert sich die Tabletten- und Insulindosis. Bei längeren Reisen mit einer Zeitverschiebung muss die Insulin- und Tablettendosis angepasst werden.
   

 

Als allgemeine Faustregel für die Anpassung gilt:
  • Bei Flügen Richtung Westen verlängert sich der Tag. Entsprechend muss mehr Insulin gespritzt werden. Beispiel: Eine Verlängerung des Tages um sechs Stunden (ein Viertel) erfordert eine um etwa ein Viertel höhere Tagesmenge Insulin (konventionelle Insulintherapie).
  • Wird der Blutzucker mit Tabletten behandelt, muss die zweite Tagesdosis um ein Viertel bis die Hälfte der üblichen Menge erhöht werden. Die nächsten Tabletten können nach neuer Ortszeit wie gewohnt eingenommen werden.
  • Bei Flügen nach Osten verkürzt sich der Tag. Entsprechend verringert sich der Insulinbedarf. Beispiel: Eine Verkürzung des Tages um acht Stunden (ein Drittel) erfordert eine um circa ein Drittel verringerte Tagesmenge an Insulin (konventionelle Insulintherapie).
  • Diabetiker, die Tabletten schlucken, verringern die zweite Tagesdosis um ein Viertel bis die Hälfte. Die nächsten Tabletten werden auch wieder nach neuer Ortszeit wie gewohnt eingenommen.

 Wichtig: Vor der Reise eine ausführliche Anleitung zur individuellen Therapieanpassung bei Zeitverschiebung beim Arzt und seinem Diabetes-Team einholen.