Auf die richtigen Kohlenhydrate kommt es an!

GÖNNEN SIE SICH NUR DIE BESTE QUALITÄT!

Achten Sie bei den Kohlenhydraten nicht nur auf die Quantität, sondern auch auf die Qualität. Bei den Kohlenhydraten gibt es zwei Qualitätsstufen.  „Schlechte Kohlenhydrate“ schießen aus dem Darm ins Blut und lassen den Zuckerspiegel im Blut sehr schnell und sehr hoch ansteigen. Sie sitzen vor allem in Süßigkeiten und mit Zucker gesüßten Getränken, in Honig und Marmelade und in Weißmehlprodukten. Diese Lebensmittel machen es schwierig, Ihren Blutzuckerspiegel in gesunden Grenzen zu halten. Besser für Sie sind die „guten Kohlenhydrate“. Sie fließen langsam aus dem Darm in die Blutbahn. Starke Blutzuckerspitzen nach dem Essen bleiben aus. 

Dazu gehören zum Beispiel  Lebensmittel, wie Gemüse, Salat, Vollkornprodukte sowie auch Käse, Fisch und Fleisch. Sie enthalten viel Eiweiß, Fett, Ballaststoffe und Wasser. Der Einfluss auf den Blutzuckerspiegel ist gering oder kann ganz vernachlässigt werden.  Bei manchen Lebensmitteln hat die Zubereitungsart einen Einfluss auf die Blutzuckerwirksamkeit. So sind Pellkartoffeln günstiger als Kartoffelbrei und Nudeln mit „Biss“ oder Reis “al dente“ besser als die weich gekochte Variante. 
Ein Maß für den Anstieg des Blutzuckers nach dem Essen ist der glykämische Index. Je niedriger die Blutzuckerwirkung, desto niedriger ist der glykämische Index eines Lebensmittels, desto stabiler bleibt der Blutzuckerspiegel.
Wissenschaftler haben festgestellt, dass Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes, die in Ihrer Ernährung auf einen niedrigen glykämischen Index achten, sehr viel seltener mit Insulin behandelt werden müssen. Die Kinder im Bauch wachsen langsamer und haben bei der Geburt ein gesundes Gewicht. Frauen, die auch nach der Schwangerschaft weiterhin bei den Kohlenhydraten nur die beste Qualität wählen, haben ein geringeres Risiko, im späteren Leben an Diabetes Typs 2 zu erkranken.

 

Buchempfehlungen zum Thema Schwangerschaftsdiabetes finden Sie unter Schwangerschaft, Eltern und Kind

 

Bei kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln auf einen niedrigen glykämischen Index achten
Lieber anstatt
Vollkornbrot, Kleiebrot Weißbrot, Croissants, Baguette, 
Vollkornbrötchen Toastbrot, weißen Brötchen
Vollkornreis, Parboiled Reis, Naturreis weißen Reis, Jasminreis
Pellkartoffeln, Salzkartoffeln Pommes frites, Bratkartoffeln, Kroketten, Püree 
Vollkornnudeln oder Nudeln „aldente“ weiße Nudeln weich gekocht
Hülsenfrüchte: rote und grüne Linsen, Erbsen, Kidneybohnen, weiße Bohnen Kartoffeln, Nudeln
Frisches oder tiefgefrorenes Obst Obstkonserven, Kompott
Beerenfrüchte Bananen
Nüsse, Müsliriegel ohne Zucker, Studentenfutter Cräcker, Chips, Flips
Vollkornkuchen mit Obst  Muffins, Berliner, Kekse, Waffeln
Vollkornflocken Cornflakes, Fertigmüsli mit Zucker
Frisches Obst Marmelade

Damit der Blutzucker keine Achterbahn fährt, müssen vor allem die kohlenhydrathaltigen Lebensmittel gut über den Tag verteilt werden. Fünf bis sechs Mahlzeiten am Tag sollten es sein.

Gleichmäßige Verteilung der Kohlenhydrate über den Tag ist wichtig! Zum Beispiel so:
Mahlzeit  KE (1KE = 10 Gramm Kohlenhydrate)
Frühstück max. 3
Vormittags 1-3
Mittagessen max. 5
Nachmittags 1-3
Abendessen max. 5
Spät 1-2, bei starkem Übergewicht (BMI > 30) 2

Tipp: Lassen Sie sich in der Praxis des Diabetologen einen persönlichen Ernährungsplan geben!