Wissenswertes rund um Lebensmittel und Gesundheit

Kohl – Hochsaison in der kalten Jahreszeit

Gerade in der kalten Jahreszeit haben die verschiedensten Kohlsorten Hochkonjunktur.

Kohl ist nicht nur äußerst schmackhaft, sondern auch ein für die Gesundheit wertvolles Gemüse. Im Winter ist er der ideale Vitamin- und Mineralstofflieferant, der das Immunsystem stärkt und uns so vor Erkältungen schützt.

Schon in der Antike wurde die gesundheitliche Wirkung des Kohls geschätzt. 
Erstmals Erwähnung fand das Gemüse ca. 600 vor Christi in der griechischen Literatur.
Da der Kohl, ein Kreuzblütengewächs, seit nun mehr als 3000 Jahren angebaut wird, war durch Zucht und Kreuzung die Entwicklung einer Vielzahl von eigenständigen Gemüsearten möglich. Hierzu gehören Weiß-, Rot- und Spitzkohl, Wirsing, Chinakohl, Brokkoli, Kohlrabi, Blumen-, Rosen- und Grünkohl. Auch Radieschen und Rettich sind entfernte Verwandte dieser Gemüsegattung.

Kohl - eine wahre Vitaminbombe

Die Kohlsorten sind reich an wertvollen Vitaminen wie beispielsweise C und A und Mineralstoffen wie Eisen, Kalzium und Magnesium. Des Weiteren verfügen sie über wichtige Ballaststoffe, die für die Verdauung von großer Bedeutung sind. Bereits 100 Gramm des kalorienarmen Gemüses decken den Tagesbedarf an Betakarotin, Vitamin A, Vitamin E und besonders Vitamin C.  250 Gramm Kohl - das ist gerade mal eine Portion - versorgen den Körper mit dem für den Knochenbau unentbehrlichen Kalzium. Kohl ist in vieler Hinsicht gesundheitsfördernd - er schützt vor Magen- und Darmgeschwüren und hilft beim Abbau von erhöhten Cholesterinwerten.

Augen auf beim Kohlsorten-Kauf

Wir alle wollen gesundes Gemüse auf unserem Tisch. Ist der Strunk der Kohls bereits ausgetrocknet, die Schnittstelle nicht mehr frisch oder gar hellgrau verfärbt, so ist das ein Hinweis auf das fortgeschrittene Alter des Kohls. Dieses Gemüse sollten Sie keinesfalls kaufen, da es bereits einen großen Teil seiner wertvollen Vitamine verloren hat und nicht mehr so intensiv schmeckt. 
Ein weiterer Hinweis auf einen überholten Kohl bieten die Blätter. Hängen sie nach unten, sind gelblich oder braun verfärbt ist auch hier Vorsicht geboten. 
Blütenkohlsorten wie Blumenkohl oder Brokkoli weisen bräunliche Verfärbungen auf, wurden sie einer zu langen Lagerung ausgesetzt. Auch hier gilt: Hände weg, denn die schmackhaften Köpfe verfügen nicht mehr wie gewohnt über die ursprüngliche Vielzahl an Vitaminen.

Der Kohlkopf - einfach waschen

Schnell geputzt sind alle Blütenkohlsorten wie Brokkoli und Blumenkohl. Einfach die Röschen kopfüber zirka 20 Minuten in ein kaltes Salzwasserbad legen und schon sind ungebetene Gäste wie Ungeziefer, Schmutz und Staub entfernt.
Fast eben so fix gesäubert ist der Kohlrabi. Einfach schälen, danach in Scheiben oder Stifte schneiden. 
Pflegeleichtes Blattgemüse wie Rotkohl, Weißkraut und Rosenkohl bedarf lediglich einer Katzenwäsche - kurz unter fließendes Wasser halten und fertig. Da die Blätter der Kohlköpfe recht dicht sitzen, kann sich hier kein Schmutz einnisten. Rot- und Weißkohl sollte von seinen äußeren, zumeist trockenen Blättern befreit werden. Entfernt werden sollte auch der Strunk im Innern, da dieser meist bitter schmeckt und schwer verdaulich ist. Sind diese Punkte abgehakt, kann der Kohl nun weiterverarbeitet werden. Die Blätter vom Kopf abrollen und je nach Wunsch in grobe oder feine Streifen schneiden.
Einer gründlichen Reinigung unterzogen werden sollten jedoch Sorten wie Wirsing, Grünkohl und Chinakohl. Denn die Blattfalten haben's manchmal richtig in sich: hier nistet sich mit Vorliebe Sand und Staub ein. Daher sollten die Blätter einzeln vom Kopf abgelöst werden, um sie anschließend mit kaltem Wasser abzuwaschen.

Tipps und Tricks:

Nur keine Angst vor Vitaminverlust bei langem Einweichen von Gemüse in Wasser. Vitamine und Mineralstoffe werden erst dann herausgeschwemmt, wenn der Kohl bereits bearbeitet bzw. geschnitten wurde. 
Ein geblähter Bauch von Kohlgemüse? Das muss nicht sein. 
Einfach den Kohl ein bis zwei Tage ins Tiefkühlfach legen und danach verarbeiten, denn frostgeschockte Blätter sind verdaulicher.  
Der blähenden Wirkung des Kohls kann außerdem mit Hilfe von Gewürzen wie Anis, Fenchel und Kümmel vorgebeugt werden.

 

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