Kalte Tage - Erkältungszeit

 

Husten,Schniefnase, Heiserkeit und Halsschmerzen haben jetzt wieder Hochsaison. Die Erkältung ist die häufigste Erkrankung des Menschen überhaupt. Drei bis vier mal pro Jahr erwischt es im Durchschnitt jeden Erwachsen.

Nase, Rachen, Luftröhre und Bronchien sind gleichzeitig oder im Abstand von mehren Tagen mehr oder weniger stark betroffen. Im Winter, wenn es draußen kalt ist und wir uns mehr in warmen Räumen aufhalten, ist die Gefahr der Ansteckung besonders groß. Die meisten Erkältungskrankheiten verlaufen harmlos und sind mit Behandlung durch Ruhe, bewährten Hausmitteln und rezeptfreien Arzneimitteln aus der Apotheke in ein bis zwei Wochen wieder vorbei. Nur in hartnäckigen Fällen, bei chronischen Erkrankungen oder ohnehin angeschlagener Gesundheit können nach Rücksprache mit dem Arzt Medikamente notwendig werden.

Wie kommt es zu einer Erkältung?

Nicht die kalten Temperaturen draußen, sondern Viren sind die Ursache für eine Erkältung. „Tröpfcheninfektion" nennen Experten den Weg der Ansteckung. Dabei werden Viren durch niesen, husten, sprechen oder Nase schnäuzen in die Umwelt geschleudert, die dann an Fingern, Händen, auf Tellern oder Türgriffen hängen bleiben.  „Häufig die Hände waschen", heißt deshalb eine der wichtigsten Erkältungsvorsorge-Empfehlungen in dieser Zeit.

Ob die Viren sich in den Schleimhäuten von Nase, Mund oder Rachen ausbreiten, hängt von der Ausstattung und der Aktivität des Immunsystems ab. Wer körperlich oder seelisch stark beansprucht ist, unregelmäßig und ungesund isst, wenig trinkt raucht und sich wenig bewegt ist anfälliger gegen Erkältungen.

Bis sich eine Erkältung so richtig zeigt, vergehen meist zwei bis vier Tage.

Bei einer schweren Erkältung können sich in den oberen und unteren Atemwegen zusätzlich Bakterien einnisten. Es kann zur Nasennebenhöhlenvereiterung, Mittelohrentzündung und Bronchitis kommen. Vorsicht: Bei alten oder kranken Menschen mit besonders schwachem Immunsystem kann eine Erkältung, wenn nicht rechtzeitig eingegriffen wird, in eine Lungen- oder Herzmuskelentzündung übergehen.

Eine Erkältung ist keine Grippe

Keine Sorge, Erkältungskrankheiten oder grippale Infekte und Grippe ähneln sich zwar in den Krankheitssymptomen, werden aber von unterschiedlichen Erregern ausgelöst. Eine Erkältung ist zwar lästig, aber eigentlich harmlos. Eine echte Grippe oder Influenza dagegen, die sich wie eine Seuche ausbreitet, kann besonders für chronisch Kranke oder ältere  Menschen lebensbedrohlich werden. Für diese Personengruppen ist immer eine Schutz-Impfung zu empfehlen.

Das sind typische Symptome für eine Erkältung

  • Schnupfen und Niesreiz
    Schnupfen zeigt sich bei Erkältung meistens zuerst. Die Nase ist rot und  „verstopft", weil die Schleimhäute anschwellen. Das Nasensekret ist stark wässrig oder eitrig.
  • Husten
    Die Luftröhre ist gereizt oder entzündet. Der Husten ist in den ersten Tagen meist trocken und manchmal schmerzhaft, später löst er sich und der Schleim kann abgehustet werden.
  • Kopf- und Gliederschmerzen, Frösteln
    Der ganze Körper fühlt sich an wie Blei, Müdigkeit und Abgeschlagenheit breiten sich aus.  Erkältungsviren können sich über Stirn- und Nebenhöhlen in den Gehörgängen ansammeln.
  • Heiserkeit, Kratzen im Hals und Halsschmerzen
  • Erhöhte Körpertemperatur und Fieber
    Zu hohem Fieber als Reaktion des Immunsystems auf die Erreger kommt es bei Erkältungen eher selten. In der Regel steigt die Körpertemperatur höchstens auf 38 Grad C.

Je nach Schweregrad dauert eine echte Erkältung ein bis zwei Wochen.

So wird eine Erkältung behandelt

Ärzte sagen, eine Erkältung schult das Immunsystem. Sie regt die Selbstheilungskräfte des Körpers an. In der Regel reichen Schonung, Wärme, eine Behandlung mit natürlichen altbewährten Hausmitteln und leichten rezeptfreien Präparaten aus der Apotheke aus, um die Symptome zu bekämpfen. Von schweren Grippe- oder Schmerzmitteln, die Symptome nur unterdrücken,  ist eher abzuraten.

Unsere Empfehlungen:

  • Schonen Sie sich!
    Intensive körperliches Arbeit oder sportliches Training muss bei einer Erkältung abgesagt werden. Das gilt insbesondere bei erhöhter Körpertemperatur oder bei Fieber Stattdessen sind Ruhe und kleine Spaziergänge an der frischen Luft angezeigt. Wenn nötig, hüten Sie für ein bis zwei Tage das Bett.
  • Trinken Sie viel! Das hilft zähen Schleim zu verflüssigen und abzutransportieren.
  • Wenn Sie kein Fieber haben, ziehen Sie sich warm an und gehen Sie regelmäßig nach draußen. Das macht das Immunsystem im Kampf gegen die Erkältungsviren stark.
  • Inhalieren mit heißem Wasserdampf fördert die Durchblutung der Schleimhäute.
  • Eine verstopfte Nase kann durch Spülungen mit Kochsalz-Lösung wieder durchgängig gemacht werden. Fertige Lösungen gibt es in der Apotheke.
  • Husten- und Schleimlöser machen den Schleim dünnflüssiger, sodass er besser abgehustet werden kann. Hustenstiller  erschweren das Abhusten. Sie sind nur dann angezeigt, wenn die Nachtruhe durch schwere Hustenanfälle gestört ist.
  • Schwitzkuren- zum Beispiel durch warme Bäder und heißen Lindenblütentee sowie  kalte Wadenwickel wirken fiebersenkend.
  • Bei länger andauerndem Fieber mit schwerem Krankheitsgefühl sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Internet: 
http://www.erkaeltung-online.de/
http://www.gesundheit.de/

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