Was ist Diabetes?


Als Diabetes mellitus - auch Zuckerkrankheit genannt - bezeichnet man Gesundheitsstörungen, bei denen die Blutzuckerwerte dauerhaft zu hoch sind. Dabei handelt es sich um kein einheitliches Krankheitsbild, sondern um eine Stoffwechselstörung mit unterschiedlichen Ursachen.

Quelle: Diabetes-Leitlinien der DDG - Deutsche Diabetes Gesellschaft 

GLUCOSE – BRENNSTOFF FÜR UNSEREN KÖRPER

So wie ein Auto Brennstoff zum Fahren braucht, benötigt unser Körper Energie, um leistungsfähig zu sein. Der Brennstoff für unseren Körper ist der Traubenzucker, auch Glukose genannt. Über unsere Nahrung nehmen wir Zucker in unterschiedlichster Form zu uns. Nicht nur als Haushaltszucker, auch in zahlreichen anderen Lebensmitteln liegt der Zucker in Form von Stärke vor. Während des Verdauungsprozesses in unserem Körper wird die Stärke zu Glukose abgebaut und dann ins Blut transportiert. Sie wird dann von den Körperzellen aufgenommen und dort in Energie umgewandelt.

Insulin – der Schlüssel zu den Körperzellen

Normalerweise wird die Menge des im Blut vorhandenen Zuckers durch einen ausgeklügelten Mechanismus in bestimmten Grenzen gehalten. Zuständig dafür ist das Hormon Insulin, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Wird über die Nahrung Zucker aufgenommen, steigt der Blutzuckerspiegel an. Insulin wirkt nun wie ein Schlüssel, es öffnet die Eintrittspforten der Zellen für die Glucose, so dass diese in die Zelle einströmen und in Energie für unseren Körper umgewandelt werden kann. Der Zuckerspiegel im Blut sinkt wieder. Ein gesunder Körper hält auf diese Weise den Blutzuckerspiegel innerhalb enger Grenzen konstant.

Erhöhte Blutzuckerwerte und Insulinwerte bei Diabetikern

Genau dieses Prinzip ist bei Menschen mit Diabetes gestört. Je nach Diabetes Typ produziert die Bauchspeicheldrüse entweder überhaupt kein Insulin oder aber das Insulin wirkt nicht mehr vollständig, so dass die Glucose nicht in die Körperzellen einströmen kann, der Blutzuckerspiegel steigt.

 

Typische Diabetes-Symptome

Erste Krankheitsanzeichen können sein  
  • starker Durst
 
  • häufiges Wasserlassen
  • schlechte Wundheilung auch bei kleinen Wunden
  • häufige Infekte
  • Müdigkeit und Konzentrationsschwäche
  • Juckreiz - vor allem im Genitalbereich
  • Sehstörungen
  • Kopfschmerzen

Treten zwei oder mehrere dieser Symptome gleichzeitig auf, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Denn werden zu hohe Blutzuckerwerte nicht richtig behandelt, können Folgeschäden an Nerven, Blutgefäßen, den Nieren, Augen, Beinen und Füßen auftreten.

Diagnose durch den Arzt

Der Arzt erkennt einen Diabetes mellitus ganz sicher an den zu hohen Blutzuckerwerten. Dabei unterscheidet er den Nüchtern-Blutzuckerwert, der morgens vor dem Frühstück gemessen wird und den aktuellen Blutzuckerwert, den er zu einer beliebigen Tageszeit misst. Bei Verdacht auf Diabetes macht der Arzt zusätzlich einen so genannten Traubenzucker-Toleranztest. Dazu trinkt man eine Lösung mit 75 Gramm Traubenzucker, die den Blutzucker in die Höhe treibt. Sinkt er innerhalb von zwei Stunden nicht deutlich ab, so spricht dies für einen Diabetes.

 

Diabetes mellitus
  • Blutzucker nüchtern: über 126 mg/dl oder 7,0 mmol/l Vollblut kapillär
 
  • Blutzucker im Laufe des Tages: über 200 mg/dl oder 11,1 mmol/l Vollblut kapillär
  • HbA1C > 6,5 % (48 mmol/mol)
 
  • Blutzucker 2 Stunden nach Traubenzuckertoleranztest: über 200 mg/dl oder 11,1 mmol/l Vollblut kapillär
 

(Quelle: Praxisempfehlungen, DDG, Definition, Klassifikation und Diagnostik des Diabetes mellitus 2012)

 

 

Habe ich Diabetes?


Nutzen Sie den Diabetes-Risikotest, um Ihr persönliches Risiko, an Diabetes mellitus zu erkranken, beurteilen zu können.

Risikotest Diabetes


Achtung: Der Test ist ungeeignet, wenn bei Ihnen bereits ein Diabetes bekannt sein sollte (Typ 1 oder Typ 2) oder Sie bereits typische Anzeichen für einen bestehenden Diabetes bemerken. Diese sind z.B. starker Durst, vermehrtes Wasserlassen, Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Müdigkeit oder unbegründete Gewichtsabnahme. Falls letzteres der Fall sein sollte, so besprechen Sie bitte diese Symptome mit Ihrem Arzt oder konsultieren Sie einen Diabetes-Spezialisten.

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Thema "was ist Diabetes"

 

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